SZ/BZ Blog
Umami liebt jeder - aber keiner kennt es
22.02.2012Heute stattete ich der „Kinderuni“ im Stiftsgymnasium einen Besuch ab. Das ist eine Veranstaltung, bei der Experten Antworten auf interessante Fragen geben, die Kindern so einfallen. Thema heute war : „Warum schmecken uns manche Lebensmittel so gut?“ Die Vorlesung, die eigentlich für Sechs – bis Zwölfjährige gedacht war, lehrte auch mich einiges, obwohl ich mit 16 Jahren eindeutig nicht mehr zur eigentlichen Zielgruppe gehöre. Oder wissen Sie etwa, dass es außer den Geschmacksrichtungen süß, sauer, salzig und bitter noch eine fünfte namens „umami“ gibt? Die wurde neuerdings in Japan entdeckt, ist zusammengefasst mit dem Wort „schmackhaft“ zu übersetzen und in den Lebensmitteln zu finden, die den Belag einer Pizza ausmachen: Käse und Tomaten zum Beispiel. Pizza war allgemein ein allgegenwärtiges Thema während der Vorlesung, weil eben jedes Kind Pizza liebt - aber ganz ehrlich: Alles was ungesund ist, schmeckt. Wie in etwa die 24 Teelöffel Zucker, die in einem Liter Eistee enthalten sind. Solche Zahlen lassen den ein oder anderen dann doch lieber erschrocken auf Wasser umsteigen, man nimmt es sich zumindest vor. Im Endeffekt geht es uns allen gleich, ob jung oder alt: Gegessen wird, was schmeckt – und wenn einem hin und wieder zu viel schmeckt, meidet man eben einige Wochen die Waage.
Premiere beim Fasching
21.02.2012
Mein Name ist Cindy Knezevic, ich besuche die 10. Klasse des Otto – Hahn – Gymnasiums in Böblingen und bin diese Woche Praktikantin bei der SZ/BZ. Da fängt man sein einwöchiges Praktikum an, um ein paar Einblicke in den Journalismus zu bekommen und findet sich - statt am Schreibtisch Berichte zu tippen - auf dem Böblinger Faschingsumzug wieder. Wie das kam? Ich wurde beauftragt, einige Fotos vom Umzug zu schießen, was sich als gar nicht so leicht herausstellte, wie ich anfangs dachte: Die Besucherzahlen waren so hoch, dass ich mich mit Händen und Füßen durch die Straßen boxen musste, um die Böblinger Hexen überhaupt vor die Linse zu bekommen. Die Bemühungen wurden auch gleich belohnt - als ich endlich in der ersten Reihe angekommen war und ganz vertieft darin war, ein Gruppenfoto von mehreren Kindern zu schießen, bekam ich eine handvoll Schuhcreme ins Gesicht geschmiert. Sah nicht wirklich schön aus, aber als ich anschließend mit schwarz verschmiertem Gesicht in der Redaktion saß, konnte man wenigstens erkennen, dass ich Spaß am Fotografieren hatte. Die kommenden Tage bei der SZ/BZ werden sicherlich ebenso abwechslungsreich und spannend.
Tach Kollege
20.02.2012Juhu, der Daniel ist wieder da. Jetzt ist das Drei-Mann-Büro komplett. Und ich muss schon sagen, der Daniel ist ein guter Mensch. Er hat weder seinen Geburtstag verdrängt, noch uns vergessen. Fünf Tage nach seinem Wiegenfest hat er Brezeln mitgebracht. Mit Butter drauf! Danke. Achso, wie alt er geworden ist, soll ich nicht schreiben. Da zickt er ein bisschen, weil es niemanden etwas angeht. Und dann doch wieder: "Ist doch mir egal."
Ja, so ist er, der Daniel, und deshalb freuen wir uns. Ich verrate es nicht. Sein Alter, meine ich. Sonst bruddelt er vielleicht.
Hoppla: "Jetzt schreib halt", sagt er grad. Okay: 32.
Manchmal hilft es, sich durchzuboxen - manchmal ist es blöd
19.02.2012Es läuft. Die ersten Mails sind da, die zweite Sportseite ist fast schon fertig, die Fotos sind im System. Die Kollegen Jung und Zürn sind auf den Lokalseiten ebenfalls prima unterwegs. Ein paar kleinere Mailprobleme sind behoben, und die wenigen Hürden, die es beim Seitenbauen gibt, weil unser neues Layout (schon bemerkt? Irgendwie sieht die Zeitung doch noch aufgeräumter und frischer aus...) manchmal an der einen oder anderen Stelle Räuberleitern braucht.. Wir boxen uns durch. So macht es Spaß.
Andere boxen sich auch durch und werden erst fast Weltmeister und dann von der Polizei festgenommen. Gerade kam die Nachricht: Die Polizei hat Dereck Chisora am Flughafen geschnappt. Was für ein Klopper! Erst hat er in der Pressekonferenz unsere Vitali georfeigt, dann mehr Klitschko-Kellen eingesteckt als dem Box-Weltmeister einschenkte, und danach ging es bei der Pressekonferenz hinterher nochmals rund. David Haye stand nicht nur als potenzieller nächster Gegner von Chisora parat, er mimte auch den Co-Kommentatoren für einen britischen Fernsehsender und ärgerte den gerade eben unterlegenen Profi Boxer. Die Hünen gingen aufeinander los, Fäuste flogen - sie kennen die Geschichte wohl schon.
Auwei, das hat gesessen. Voll auf die Zwölf von Männern mit Fäusten wie Nachttöpfen. Das tut weh. Ich möchte mich da nicht beklagen, schribsel lieber einfach noch ein wenig auf den Sportseiten herum und wünsch einen friedlichen Sonntag. Mal schauen, was dazu morgen in der Zeitung steht.
Was will uns dieses Video sagen?
17.02.2012Ha, da haben wir einen Leckerbissen gefunden. Die Fußball-EM-Stadt Warschau will Lust auf sich selbst wecken und hat 'nen Eins-A-Promo-Streifen gedreht. Darin rennt 'ne Blonde an 'nem Typ vorbei, dessen Hose vorne ein bisschen weiß auch nicht wie ist. Sofort lechzt und hetzt er der jungen Frau durch die Stadt hinterher. Und am Schluss schmachten sich die beiden in Geschäftskleidung an. Ach, sehen Sie doch selbst. Hier ist der Link: http://tinyurl.com/7mb6rg3
Voll die Blogade
16.02.2012Bestimmt schon tausendmal bin ich gefragt worden, wie wir eigentlich jeden Tag die Zeitung füllen. Ob wirlich immer so viel los ist. Und was wir machen, wenn uns gar nichts einfällt. Jetzt kommt die Anwort. Eindeutig uneindeutig, fast ein bisschen wirr, aber so ist es nunmal.
Erstens: Es ist immer saumäßig viel los. Zweitens: Meistens sogar so viel, dass wir gar nicht alles sofort reinnehmen können. Dabei haben wir vorher schon ausgewählt, worauf wir getrost komplett verzichten um niemanden zu langweilen. Drittens: Weil Manches stehen bleibt, gibt es für den Fall der Fälle Reserven. Viertens: Gute Planung ist die halbe Miete. Die andere Hälfte bezahlt auch irgendjemand.
So, in diesem Blogeintrag geht es um die andere Hälfte. Ein Blog muss her, und ich hab die Blogade (Sprachwitz bemerkt? Haha!). Trotzdem steht hier was. Und fast könnte man meinen, dass das reine Absicht und gut geplant war. Ja, auch so funktionierts manchmal. Narri, Narro, Helau, ein Rathaussturm. Den gibt's nachher. Fast überall.
Kennen Sie den schon?
15.02.2012
Wenn nicht, dann wird sich das jetzt ändern. Max Mayer ist diese Woche bei uns. Der 16-jährige Böblinger schnuppert mal ein bisschen an der Journalistenluft. BORS macht es möglich - ausgeschrieben heißt das Berufsorientierung an der Realschule. Heute ist die Hälfte seine fünftägigen Praktikums schon wieder vorbei. Und im Moment schreibt Max Mayer an seinem ersten Artikel. Es geht um die B1 der SV Böblingen, wo Max den unter Zeljko Milcic in der Verbandsstaffel den linken Verteidiger spielt. So wie Philipp Lahm übrigens auch als Rechtsfuß.
Die Lust an Sportartikeln hat den Neuntklässler von der Albert-Schweitzer-Realschule übrigens auch zu uns geführt, wie er gleich verraten hat. Außerdem betritt der Kicker heute auch noch Neuland und schaut bei "Jugend debattiert" beim Sindelfinger Goldberg-Gymnasium vorbei. Wie es ihm bisher gefällt? "Sehr gut. Mit Menschen zu reden, zu fotografieren und dann zu schreiben, das gefällt mir", sagt er. Uns auch.
Mir geht's wie dem Tim
14.02.2012Guten Morgen, Blogwechsel, ich übernehme.
Nach dem Kollegen Tim bin ich an der Reihe. Der arme Bub haut auf anderen Baustellen ja auch genug rein, bastelt solo die Kultur, weil Kollege Bausch nicht da ist. Er schraubt das "K" (wer's noch nicht weiß: donnerstags haben wir das, und da steht drin, wohin man gehobenerniveauweiße ausgehen kann) alleine zusammen, weil Kollege Steiner ebenfalls lieber Rotwein trinkt als zu schufften. Unser Hochglanz-Magazin "Wohlfühlen" steht zwar noch nicht vor der Tür, weil es noch nicht gedruckt wird, aber eigentlich ist heute auch dafür Redaktionsschluss. Gestern ist der Kerle im Viereck rumgehüpft. "Na toll, wieder nichts von dem Zeug geschrieben, das ich wirklich hätte schreiben sollen. Spitze." Weine nicht, heute ist auch noch ein Tag.
Mir geht's genauso. Hier ein Unfall, da ein Brand, noch ein Kommentar und ständig bimmelts. Vier volle Blöcke liegen vor mir - zum Glück ist nirgends der übermäßige Termindruck dahinter. Also, dass das Zeug morgen ins Blatt muss. Erst überübermorgen oder so. 8.12 Uhr, jetzt ab die Post.
Nun, irgendwie bin ich wie der Tim und der Rest der Redaktion. Nur kälter am Fuß und an der Hand, denn ich komm mit dem Fahrrad. Glatt ist's. Und schippen muss ich auch. Genug gejammert.
Matschbirne
09.02.2012Gestern hat es keinen Blog-Eintrag gegeben. Sehen Sie's dem Blogger bitte nach, es hatte ihn ziemlich erwischt. Nein, nein, im Oberstübchen ist hoffentlich noch alles in Ordnung. Schwer ist er halt noch ein bisserl, der Kopf. Was, wie der Autor versichert, nicht etwa an übermäßigem Genuss roten Weines liegt, wo denken Sie hin, sondern an einer schlichten Erkältung. Die es aber, sagt der Hausarzt immer bei solchen Gelegenheiten, gar nicht gibt. Jawohl, Herr Doktor: Man erkältet sich nicht, man wird allenfalls Opfer eines Virusangriffs. Im Ergebnis - Matschbirne, Husten, Schnupfen - ist es zweifellos perfekt das, wovor Muttern uns immer gewarnt hat. Unter anderem davor.
Und nun ja, was soll man sagen, diese Virus-Jungs sind doch recht hartnäckig. Wie die Schlacht ausgeht, ist aus Sicht des Betroffenen noch völlig offen. Aber keine Sorge, weitere Frontberichte ersparen wir Ihnen. Aber Sie wollten ja schließlich wissen, warum es gestern keinen Blog-Eintrag gegeben hat.
Gesundheit! Danke!
Bibbern in Jungholz
07.02.2012Morgen in der SZ/BZ: Unter anderem eine ganze Seite über den Sindelfinger Schulskitag in Jungholz. Den Blogger friert es beim Gedanken daran immer noch, war er doch - selbst schon durch eine Erkältung ziemlich angeschlagen - dort den lieben langen Tag am Bibbern. Minus 14 Grad an der Talstation, oben war's nochmal deutlich kälter. Brrrr!
Bewundernswert, wie wacker sich die Kinder in den Ski- und Snowboardkursen trotz der eisigen Kälte gehalten haben. Geholfen hat dabei einmal mehr die tolle Organiation von Heike Bauer und Willy Stahl, die diesmal sogar für Heizstrahler gesorgt hatten. Nein, nicht auf der Piste. Aber zumindest beim Schulhaus, wo traditionell die Mittagspause und die Aprés-Party über die Bühne gehen.
Mehr davon, wie gesagt, in der Mittwochausgabe der SZ/BZ. Auf Lokal3.
Viel Spaß damit.




