G'schwätzweiber der BB:LOG

Die Qualen eines Vampirs
22.02.2012
Nachdem die närrische Zeit heute ein Ende hat, kann ich’s ja sagen: diesem ganzen Faschings-Gedöns kann ich normalerweise nicht viel abgewinnen. Aber ich wollte auch keine Spielverderberin sein und so sagte ich zu, am Dienstag verkleidet in die Arbeit zu kommen. Da stellte sich nur noch die Frage nach dem passenden Outfit. Ich hätte es mir ja einfach machen und als Bayern-Fan kommen können (einfach traurig dreinschauen), aber eine Kollegin brachte mich dann auf die Idee, als Vampir im Büro aufzutauchen.
Gesagt, getan. Am Rosenmontagabend versuchte ich auf die Schnelle noch passende Accessoires zu ergattern. Der totschicke Umhang für fortgeschrittene Blutsauger à la Graf von Krolock war mir mit 35 Euro dann aber doch ein wenig zu kostspielig. So bestand meine „Verkleidung“ aus weißer Schminke, braunem sowie schwarzem Make-Up rund um die Augen, falschen Vampirzähnen und schwarzem Nagellack. Im Büro gab es dann ein Gläschen Sekt – wie es sich für einen Vampir gehört natürlich in rot.
Alles in allem ein gelungener Faschings-Tag. Nur das Abschminken war doch etwas stressiger als zunächst gedacht, da ich kurzfristig einen Termin bei einem Autohändler bekommen hatte. Also nichts wie nach Hause, Schminke runter, Nagellack ab und das mit weißer Farbe verschmierte Hemdchen gewechselt. Was für ein Stress!
Ich glaube das nächste Jahr gehe ich wie meine G’schwätzweiber-Kolleginnen als Hexe – Besen mitbringen und gut is‘.
Valentinstag
15.02.2012
Das wahre Fest der Liebe stand vor der Tür. Verträumte Herzen, traute Zweisamkeit, gemeinsam vor dem Kamin in den Armen versinken, mit einem Gläschen Wein oder Sekt prickelnde Blicke zu werfen und sich gegenseitig geborgene Zeit schenken. Das ist dies, welches wir unverbesserliche Romantiker uns wünschen.
Naja, in Wirklichkeit sind wir Damen ja schon froh, wenn unser Partner überhaupt daran denkt. Aber in diesem Jahr wurde alles ganz anders. Keine Enttäuschungen, keine bitterbösen Blicke, reine Liebeslust mit den Gedanken an den fremden, geheimnisvollen Verehrer.
In anhaltendem Herzklopfen
Petra Feiertag
Böses Spiel
03.02.2012
Ei, der Februar ist ins Land gezogen! Frisch isch's, finschter au' und draussen tobt (wenn überhaupt) nur der gemeine Narr. Drinnen tobt dagegen gar nichts, nach dem Ende des RTL-Dschungel-Camps müssen kultivierte und gebildete Zeitgenossen ja sogar auf Brigitte Nielsen (Zitat: „Uuuh!“) als abendliche Belustigung verzichten. Eine neue Beschäftigung muss her, je niveauvoller, desto besser!
Die findige Hera Intrige hat da bereits die unterhaltsamen Kartenspiele der Marke „Weltquartett“ für sich entdeckt. Waren Quartettspiele eigentlich immer eine öde Angelegenheit, bei dem man stumpfsinnig die Leistungen von Traktormotoren gegenüberstellte oder die ganze Zeit potthässliche Bilder von Tierkindern, die irgendwie immer zu Recht verwaist schienen, anstarren musste, so bietet die neue Generation, erbaulichen Spielspaß vom feinsten! Hier werden fröhlich die gängigen Geisseln der Menschheit wie Seuchen, Ungeziefer, Atomkraftwerke verwurstet.
Besonders schick ist das (mittlerweile sogar erweiterbare!) „Tyrannen-Quartett“: auf 32 bunten Spielkarten werden die bekanntesten und beliebtesten Diktatoren in Gruppen unterteilt und hinsichtlich ihrer Herrschaftsdauer, Privatvermögen, Todesopfer etc verglichen. Grausig, makaber, durchaus unterhaltsam und nicht zuletzt auch lehrreich... wer hätte denn jetzt auch gedacht, dass Josef Stalin über ein kaum größeres Privatvermögen verfügte als ein normaler Politiker oder Manager oder ich?
Da ist dann auch mal die Erweiterung „Tyrannen-Quartett II“ drin,
jubelt
Hera Intrige
Verliebtes...
26.01.2012
Oft schon habe ich von Manfred und seiner Lebensgefährtin Gabriele berichtet und noch öfter werde ich mit der Frage bedrängt, wie die beiden sich denn eigentlich kennen und lieben gelernt haben. Drum habe ich die ganze Geschichte mal niedergeschrieben...
Vor einigen Jahren begann Manfred sich einsam zu fühlen. Das Fensterbrett barg kaum mehr Abenteuer für einen umtriebigen jungen Kaktus. Auch nächtliche Kneipen- und Discobesuche, eine Internet-Partnervermittlung (immerhin hat Manfred ja Niveau und ist Akademiker) und ein Volkshochschulkurs brachten nicht das erhoffte Glück. Dabei gleicht Manfred doch bis heute dem jungen Sean Connery wie ein Ei dem anderen!!
Immer wieder griff Manfred in finsteren Kaschemmen zur Flasche und setzte auf schnellen Sex an Autobahnraststätten und in Swinger-Clubs. Weil es auf der schiefen Bahn keinen Halt gibt, fand er sich irgendwann auf dem Straßenstrich wieder und verkaufte seinen ausgezehrten Körper. Ich bekam vor Angst um meinen kleinen grünen Kaktus nachts kein Auge mehr zu! Was sollte nur werden!?
Dann kaufte ich beim Schlecker um die Ecke einfach einen zweiten Kaktus und gut war.
Sehr romantisch findet das, eure
Hera Intrige









