SZ/BZ Blog
-
Archive |
- Aktuelle |
- Februar 2010 |
- Januar 2010 |
- Dezember 2009 |
- Ältere Blogs
Kleiner Nachtrag zum Fußball im Schnee
Hallöchen, zwei Blog-Einträge an einem Tag? In diesem Fall Journalistenpflicht. Gerade eben sind wir ein wenig schlauer geworden: In der Fußball-Landesliga rollt am Wochenende kein Ball. Das macht die Sache für alle Beteiligten einfacher.
So, jetzt aber bis Morgen
Fußball im Schnee - ein Problem
Guten Morgen,
eigentlich wollte ich Ihnen an dieser Stelle etwas schnee- und kältefreies berichten. Aber Frau Holle beschäftigt uns weiter, was unsere Planung ganz schön schwierig macht. Vor allem im Sport.
Es ist eine einfache Rechnung: Je mehr Sport an einem Tag stattfindet, desto mehr Platz räumen wir ihm ein. Da gilt es, genau zu kalkulieren. Mein armer Kollege Philipp Hamann hat als Sportchef jetzt eine knifflige Aufgabe mit zahlreichen Unbekannten zu lösen. Heute schreibt er den Sportkalender, der Ihnen morgen sagt, welche Fußballpartien am Wochenende stattfinden. In den unteren Ligen sind stand 9.30 Uhr noch überhaupt keine Entscheidungen gefallen, in der Landesliga kristalliert sich dagegen allmählich die Absage eines komplette Spieltags heraus. Verbandsliga? Frauen-Bundesliga? Mal sehen. Gut möglich also, dass Sie morgen lesen, welche Spiele angesetzt sind und dann am Samstag, welche davon abgesagt wurden. Wenn es ganz dumm läuft, fallen dieses Entscheidungen erst am Samstag, schlimmstenfalls sogar kurz vor dem jeweiligen Anpfiff. Sie sollten also genau wie wir am Ball bleiben um das Wochenende planen zu können.
Das mit der Planung ist dann auch eine Sache. Wieviele Seite wird die Montagsausgabe haben? Wo schicken wir die Fotografen hin? Alles gar nicht so einfach. Übrigens genau wie für die Spieler, Trainer, Betreuer, Funktionäre, Fans. Auch die müssen zweigleisig denken. Dabei reicht doch eigentlich ein Blick aus dem Fenster um zu sehen, dass Fußball am Wochenende keinen Sinn macht. Bleibt der Schnee, dann geht nichts. Tauts, stehen die Plätze unter Wasser. So oder so werden diese entweder gefroren oder glitschig sein. Mal schauen, wie es weitergeht. Wir halten Sie auf dem Laufenden.
Einen schönen Tag noch.
Kein Wolf weit und breit
Schönen guten Morgen,
die Sache mit dem Wolf ist so ein Ding. Gestern hatte ich doch meinen Kollegen Hansjörg Jung zitiert, der sagte, ich soll im Blog schreiben, "dass die Wölfe bald rauskommen". Wegen der Kälte, is' klar. Aber Wölfe im Ländle? Das ist jetzt wirklich schon eine Weile her, um das mal klarzustellen.
Aber die Frage ist: Gibts in Deutschland derzeit überhaupt Wölfe? Zum Glück weiß Herr Jung mal wieder Bescheid. In der Lausitz soll es eine derzeit noch kleine Population geben, die in Polen ihren Ursprung hat. Wie frei die sich dort bewegen dürfen - keine Ahnung. Allerdings achtet der Mensch wohl genau darauf, dass Isegrimm kein Schindluder treibt. Also: Auch wenn es draußen mächtig zapfig ist, braucht sich bei uns keiner vor dem Wolf zu fürchten.
Sie sehen, so ein Blog kann recht lehrreich sein. Wir diskutieren natürlich nicht nur zum Spaß über solche Themen. Seien Sie sicher: Wenn sich hierzulande ein Wolf in den Forst verirrt, dann stehen wir Gewehr bei Fuß. Und Hansjörg Jung wird die nötigen Hintergrundinformationen liefern.
So, jetzt sind wir gespannt, was der Tag so alles bringt. Ich freue mich jetzt schon auf Donnerstag.
Schichtwechsel mit Sauthemen
Guten Morgen, heute wirds wieder etwas anders.
Die letzten Wochen haben an dieser Stelle diverse Praktikanten aus ihrem Alltag in der Redaktion berichtet. So könnte es zwar grad weiter gehen, denn Anja Kienle und Julian Zündorf sind a) noch da und schlagen sich b) außerordentlich wacker. Die Redaktionskonferenz sprach sich gestern trotzdem für einen Schichtwechsel aus, also ist jetzt mal wieder ein Redakteur an der Reihe, aus den Tiefen des Hauses Röhm zu erzählen.
Okay, da waren heute schon ein paar Telefonate in Sachen Kirchengemeinderatswahl, später gibts 'nen Termin im Sindelfinger Rathaus, und, und, und. Alles noch nicht prickelnd. Kollegenhilfe ist gefragt. "Schreib doch, dass die Wölfe bald rauskommen", schlägt mein geschätzter Gegenüber Hansjörg Jung vor. Hä? "Na wegen der Saukälte." Aha, Saukälte lockt die Wölfe raus aus dem Wald. Und das bringt mich wiederum auf eine andere Frage. Wenn es schon so saukalt ist, weil es eben wintert wie verrückt, warum hat uns in diesem Jahr noch keiner aus der Sindelfinger Viehweide angerufen? Denn wenn ich mich recht erinnere, trieb die Saukälte sonst immer die Wildsäue aus dem Forst. Und das mündete zumindet in den Vorgärten in so mancher Sauerei.
Zum Glück ist Hansjörg Jung ein ausgewiesener Wald- und Wiesenspezialist, der diese Frage beantworten kann: Der Winter war lang und weiß, die Nächte oftmals klar, und deshalb trafen die Jäger besonders zielsicher ins Schwarze. Sprich, die Wildsaupopulation nahm nicht überhand. Bache und Keiler, als Frau und Herr Wildsau, müssen deshalb bei der Nahrungssuche nicht in Menschennähe wühlen. Ist der Winter aber nicht weiß, sprich, es fehlt der Schnee, dann hats der Jäger schwer. Die Wildsäue sind hungrig, die Nahrung eher rar - und dem Menschen drohen Begegnungen der tierischen Art.
Also: Viel Schnee = keine Wildschweine am Rande der Viehweide = deshalb auch noch kein Thema für die Zeitung. Für den Blog aber allemal, denn Information darf an dieser Stelle doch auch mal sein, zumal diese hier eindeutlig mit Lokalkolorit versehen ist. Vielleicht werden wir über das Sauthema ja auch nochmal in der Konferenz reden. Mal schauen. Auf jeden Fall wünsch ich Ihnen einen schönen Tag. Und ziehen Sie sich warm an.

