Sport Lokal vom 29.01.2016

Radsport: Bei den Querfeldeintitelkämpfen in Belgien ist sie am Samstagnachmittag dran

Lisa Brandau rechnet sich bei der Weltmeisterschaft lieber nichts aus

  • Lisa Brandau rechnet sich bei der Weltmeisterschaft lieber nichts aus

Lisa Brandau startet am Samstag bei der Querfeldein-Weltmeisterschaft in Heusden-Zolder (Belgien). Ein Ergebnis zwischen Platz zehn und 20 erwartet der Bund Deutscher Radfahrer von der Deutschen Meisterin. „Platz 15 wäre okay“, sagt die Schönaicherin, „denn in der Vergangenheit war ich bei einer Querfeldeinweltmeisterschaft noch nie so weit vorne, nur mal Sechzehnte.“

Ende Dezember hat sie auf der WM-Strecke mit Platz 17 ihr zweitbestes Weltcup-Ergebnis in diesem Winter herausgefahren. Inzwischen hat sie sich in der Weltrangliste auf Rang 40 vorgearbeitet und erhält deshalb einen besseren Startplatz als bei dem Rennen kurz nach Weihnachten.

„Die Strecke liegt mir“, sagt Lisa Brandau, „es gibt zwei lange Geraden, auf denen man richtig Druck machen kann, und wie es da mal bergauf geht, das ist richtig gut.“ Die Abfahrten seien nicht wirklich leicht, doch entscheidend sei in jedem Rennen, dass sie ihren Rhythmus finde: „Und das geht auf der Runde ganz gut.“

Am Rand der Strecke wird Lisa Brandau nicht nur von ihrem Lebensgefährten Marco Apel und ihrem Sohn Maximilian unterstützt werden, sondern auch von einer Delegation des RSC Schönaich mit dem Vorsitzenden Timo Dreher an der Spitze.

Trotz der guten Voraussetzungen für den Höhepunkt in ihrer Wintersaison, hat sich Lisa Brandau für die Weltmeisterschaft nichts besonderes vorgenommen – eine Lehre aus der Vergangenheit. „Immer wenn ich mir etwas ausgerechnet habe, ist das in die Hose gegangen. Vor allem bei internationalen Rennen wie zuletzt am vergangenen Wochenende beim Weltcup ging das schief. Deshalb will ich mir diesmal nichts ausrechnen“, sagt die 31-Jährige.

Das müsse sie auch gar nicht, findet sie: „Da keine andere Deutsche die Qualifikation geschafft hat, habe ich den Druck nicht, dass ich als Meisterin auch die beste Deutsche sein muss.

Druck hat Lisa Brandau derzeit dennoch: durch ihre Hauptsportart Mountainbike. Als Inhaberin und Managerin des Radon-EBE-Racing-Teams und als Sportlerin mit Olympia-Ambitionen steckt sie mitten in der


Von unserem Redakteur Karlheinz Reichert