Befreiungsschlag gegen die Bayern
20.02.2012 - Von unserem Mitarbeiter Thomas Holzapfel„Hurra, wir leben noch.“ Durch ein klares 8:2 im Heimspiel gegen den FC Bayern München schafften die Regionalliga-Frauen des VfL Sindelfingen den erhofften Befreiungsschlag im Kampf um den Klassenerhalt.
Mit einer souverän auftretenden Nummer eins Gabriella Zsemlye sowie der wiedergenesenen Jasmin Lorenz holte sich das Team um Trainer Oliver Appelt die ersten Punkte in der Rückrunde.
VfL Sindelfingen – Wolframs-E. 3:8
Bereits am Samstag mussten die Sindelfingerinnen gegen den Tabellenzweiten aus Wolframs-Eschenbach antreten, am Ende setzte es eine 3:8-Niederlage. Oliver Appelt: „Wenn man bedenkt, dass einige Begegnungen erst im fünften Satz verloren wurden, so haben wir uns gegen den Favoriten vielleicht etwas unter Wert verkauft. Der eine oder andere Zähler wäre sicherlich noch drin gewesen, aber der Gegner war insgesamt gesehen schon ein anderes Kaliber.“ So waren es einzig Gabriella Zsemlye und Jasmin Lorenz, die in den Einzeln – jeweils gegen Miroslava Saglova – punkteten. Hinzu kam ein glatter Dreisatzsieg des Doppels Zsemlye/Schuller zu Beginn der Partie.
Die Ergebnisse am Spitzenpaarkreuz (Sindelfingen zuerst genannt): Zsemlye – Kahn 11:13, 11:8, 8:11, 7:11; Lorenz – Saglova 9:11, 11:6, 11:4, 11:7; Zsemlye – Saglova 11:6, 11:7, 11:8; Lorenz – Kahn 11:8, 3:11, 8:11, 4:11.
Sindelfingen – Bayern München 8:2
Mit einer gewissen Anspannung nach den zuletzt eher mäßigen Ergebnissen ging das VfL-Quartett am Sonntag in die wichtige Heimpartie gegen den FC Bayern München, der seinerseits die Schäfchen auch noch nicht im Trockenen hat. Oliver Appelt: „Uns war allen klar, dass nach den Niederlagen nun etwas kommen musste.“
Und der VfL zeigte gegen den bayerischen Renommierklub von Anfang an, dass er sich im Abstiegskampf noch lange nicht abgeschrieben hat. Mit einer tollen Moral und einer geschlossenen Mannschaftsleistung, in die sich auch Ersatzspielerin Olivia Pfadenhauer nahtlos einfügte, wurden die Gäste mit 8:2 auf die Heimreise geschickt. Gabriella Zsemlye brachte dabei – wie schon in der Vorrunde – das Kunststück fertig, Bayerns Nummer eins Timea Ambrus glatt in drei Sätzen zu bezwingen. Es war nach zuletzt fünfzehn Siegen die erste Niederlage der Ungarin.
Auch Jasmin Lorenz bewies am Spitzenpaarkreuz, dass sie nach überstandener Grippe wieder zu ihrer starken Form zurückgefunden hat. Maria Schuller und Olivia Pfadenhauer am hinteren Paarkreuz machten den viel umjubelten 8:2-Heimsieg perfekt. Oliver Appelt: „Ich hoffe, wir haben nun einen Aufwärtstrend eingeleitet, bei unserem nächsten Spiel in Leipzig sollten wir möglichst nachziehen. Es bleibt wohl spannend bis zum letzten Spieltag und von Platz sechs bis zehn ist für uns alles drin.“
Die Ergebnisse am Spitzenpaarkreuz (Sindelfingen zuerst genannt): Zsemlye – Hensen 11:9, 11:5, 11:5; Lorenz – Ambrus 9:11, 15:13, 14:12, 7:11, 8:11; Zsemlye – Ambrus 11:5, 11:9, 11:7; Lorenz – Hensen 11:9, 11:6, 11:7.
Gabriella Zsemlye vom VfL Sindelfingen (rechts) fegte erst Britta Hensen von der Platte, dann fügte sie der Ungarin Timea Ambrus die erste Niederlage nach 15 Spielen zu. Bild: Photo 5




