Das Erstligatempo ist etwas zu hoch
20.02.2012 - Von unserem Mitarbeiter Edip ZvizdiçZwei Wochen vor dem Start in die Rückrunde der 2. Bundesliga Süd, haben die Fußballerinnen des VfL Sindelfingen das Testspiel gegen den höherklassigen SC Freiburg mit 0:3 verloren. Aufgrund des bekanntermaßen mäßigen Zustandes der Sindelfinger Sportplätze fand das Spiel auf dem Kunstrasen in Ehningen statt. Die Tore für den Tabellenfünften der 1. Bundesliga erzielten die finnische Nationalspielerin Essi Sainio (zwei) sowie Melanie Leupolz.
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VfL-Trainer Niko Koutroubis fand trotz der Testspielniederlage Gefallen am Auftreten seiner Mannschaft. Trotz frühen 0:2-Rückstands ließ sich die ersatzgeschwächte Sindelfinger Mannschaft nicht hängen und stemmte sich dem technisch wie auch spielerisch deutlich überlegenen Kontrahenten entgegen. „Es gab keine Kettenreaktion, sodass wir bis zur Pause noch 0:4 oder 0:5 hätten in Rückstand geraten können“, sagte Niko Koutroubis, der insgesamt 19 Spielerinnen einsetzte. „Wir haben versucht, unser Spiel wie im Ligabetrieb durchzusetzen, aber das geht halt gegen einen Bundesligisten nicht wie geplant.“
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Eigene Torchancen blieben über die gesamte Spielzeit Mangelware. Die einzige Torchance vergab nach knapp einer Stunde Eva-Maria Virsinger. Die Sindelfinger Juniorinnen-Nationalspielerin verfehlte nach beherzter Vorarbeit von Pia Schmid aus 16 Metern das leere Tor. „Schade, ein Treffer hätte der Mannschaft gut getan“, waren sich Niko Koutroubis und VfL-Abteilungsleiter Rudi Orban einig.
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Verletzungsbedingt passen mussten für das gestrige Testspiel Nicole Loipersberger und Tamar Dongus. Während der VfL-Stürmerin eine Schambeinentzündung zu schaffen macht, plagt sich Tamar Dongus mit Rückenproblemen herum, die in die Leistengegend ausstrahlen.
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Dass sich der VfL Sindelfingen in vielerlei Hinsicht am SC Freiburg orientiert, ist ein offenes Geheimnis. Niko Koutroubis bestätigte nach dem Spiel, dass „die Entwicklung des SC als Vorbild für Sindelfingen“ diene. „In Freiburg ist es ähnlich wie bei uns, nur alles eine Stufe höher.“ Wichtige Erkenntnisse gewannen die Verantwortlichen des VfL auch gestern im direkten Vergleich. Vor allem darüber, auf welchen Positionen Handlungsbedarf bestünde, gelänge dem VfL in diesem Jahr der Aufstieg in die deutsche Eliteklasse. „Ich denke, auf mindestens fünf Positionen müssten wir nachbessern – um auch den Konkurrenzkampf im Kader neu zu entfachen“, so Rudi Orban.
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Neu im Team des VfL ist seit Jahresbeginn Peter Klotz. Der langjährige Spielleiter der Sindelfinger Handballerinnen hat die Sportart gewechselt und ist Nachfolger von Albrecht Knöll als Teammanager der Fußballerinnen (die SZ/BZ berichtete). Der Kontakt war über Co-Trainer Andreas Bellon zustande gekommen. „Ich war schon früher immer wieder Zaungast und wollte mich erneut im Verein engagieren“, so Peter Klotz. „Mir hat nach dem Zusammenbruch des Sindelfinger Damen-Handballs etwas gefehlt. Jetzt will ich meinen kleinen Teil zum Aufstieg in die 1. Bundesliga beitragen.“
Pia Schmid (rechts) bereitete die einzige ernsthafte Torchance des VfL Sindelfingen gegen den SC Freiburg vor. Bild: Photo 5




