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Der VfL ist fällig, aber fällt nicht

08.09.2011 -

Von unserem Redakteur Steffen Müller

Die Sindelfinger Landesliga-Fußballer setzen ihre Siegesserie fort. Auch im fünften Spiel gab sich der Spitzenreiter keine Blöße. Allerdings war beim 1:0 gegen den starken Aufsteiger TSV Ofterdingen auch eine ordentliche Portion Glück dabei.

„Eigentlich waren wir heute fällig, das Spiel stand auf des Messers Schneide“, sagt VfL-Coach Thomas Dietsche nach dem Abpfiff, trotzdem war er mit der Leistung seiner Mannschaft hochzufrieden: „Ich bin stolz auf meine Jungs. Schließlich haben heute sieben Schlüsselspieler gefehlt.“

Der VfL musste unter anderem ohne Kapitän Daniel Kniesel, Dennis Gonsior und den zuletzt ganz starken Marc Grünbaum antreten (die SZ/BZ berichtete). Doch auch die Spieler aus der zweiten Reihe machten ihre Sache gut. Der VfL fing ordentlich an, musste aber bereits nach vier Minuten die erste Schrecksekunde überstehen, als Michael Coffe den Ball frei stehend über die Latte donnerte.

In der zwölften Minute kam der Spitzenreiter erstmals gefährlich vors Ofterdinger Tor. Zuber spielte quer auf Andreas Poser, der verpasste, dahinter lauerte aber Samet Öztürk, der unbedrängt verzog. Apropos Andreas Poser, der war gestern mit 25 Jahren mit Abstand der älteste Sindelfinger auf dem Platz: „Das ist schon beeindruckend“, sagte selbst Trainer Thomas Dietsche.

Latte und Lubig retten

Die Ofterdinger versuchten das Sindelfinger Spiel durch viele kleine Nickeligkeiten zu unterbinden. Maurizio Ricciardi übertrieb die Härte allerdings und musste bereits in der 39. Minute mit Gelb-Rot vom Platz. Profitieren konnte der VfL davon allerdings nicht: „Ich hatte das Gefühl, die Ofterdinger waren danach noch einen Tick wacher“, sagt Thomas Dietsche, der kurz darauf zum nächsten Mal zittern musste.

Nach einem Ofterdinger Freistoß konnte VfL-Torhüter David Kocyba den Ball nur nach vorne abwehren, der Nachschuss landete am Außenpfosten, sprang zurück ins Feld und Tim Wissmann vor die Füße, der war von der Großchance allerdings so überrascht, dass er den Ball neben das Tor schob. „Das hätte das 1:0 sein müssen“, sagte Thomas Dietsche.

Nach dem Wechsel taten sich die Sindelfinger weiterhin schwer und standen recht tief. Dies eröffnete allerdings auch Platz für Konter. So einen leitete Samet Öztürk in der 48. Minute mit seinem Steilpass auf Andreas Poser ein. Poser war auf und davon, der herausstürmende Ofterdinger Torhüter konnte nur noch zusehen, wie der VfL-Torjäger den Ball eiskalt über seinen Kopf ins Tor lupfte: 0:1 für Sindelfingen.

Die Ofterdinger waren vom Rückstand keineswegs geschockt, drängten vehement auf den Ausgleich. Erst traf René Grober nur die Unterkante der Latte, dann vereitelte Paul Lubig, der für seinen geschlagenen Torhüter David Kocyba rettete, die nächste Ofterdinger Großchance.

Schließlich retteten die Sindelfinger den knappen Vorsprung in die Kabine und schauen sich die Tabelle damit weiterhin von oben an.

VfL Sindelfingen: Kocyba, Gans, Schmidt, Grobelny, Lubig, Schuster (69. Minute Borazan), Maier, Zuber (80. Minute Durak), Glotzmann, Öztürk (89. Minute Pretsch), Poser

Andreas Poser war gestern der älteste Sindelfinger auf dem Platz – und der Schütze des entscheidenden Treffers. Bild: Photo 5/A

 



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