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Tolle Moral nach Gonsiors Aussetzer

28.11.2011 -

Von unserem Mitarbeiter Edip Zvizdiç

Der VfL Sindelfingen hat sich im letzten Heimspiel des Jahres mit einem weiteren Sieg von seinen Fans verabschiedet. Gegen den SV Zimmern gewann die Elf von Trainer Thomas Dietsche trotz einer Gelb-Roten Karte gegen Denis Gonsior mit 1:0. Den Siegtreffer erzielte Paul Lubig.

Nur ein 2:2-Remis gegen Rottweil trübt die ansonsten blitzsaubere Saison-Bilanz des VfL Sindelfingen vor eigenem Publikum. Im Vorbeigehen war der SV Zimmern aber nicht zu erlegen.

Die ersten 20 Minuten hatten die Gäste leichtes Übergewicht. Sindelfingen wirkte etwas träge im Spielaufbau und der SV hatte in der 24. Minute die größte Möglichkeit in der ersten Halbzeit. Nach einem Stellungsfehler von Heiko Schmidt kam Blerim Nuhiji fünf Meter vor dem Tor frei zum Kopfball, scheiterte jedoch am hervorragend reagierenden David Kocyba. Der VfL-Torhüter lenkte den Ball mit den Fingerspitzen an die Latte.

Der VfL ging nach diesem Wachmacher entschlossener zu Werke. Nur fünf Minuten nach dem Lattentreffer ging der VfL in Führung. Daniel Kniesel setzte Andreas Poser in Szene, dessen Schussversuch Florian Harter noch zur Seite abwehren konnte. Gegen den Nachschuss von Paul Lubig hatte der Torwart aber keine Abwehrchance – 1:0.

Immer wieder Daniel Kniesel

Mit der Führung im Rücken spielte der VfL sicherer auf. Ganz nah dran am 2:0 war in der 34. Minute Sindelfingens Kapitän Daniel Kniesel, jedoch landete sein feiner Versuch an der Querlatte. Der VfL war im Spiel angekommen und hatte nun seine beste Phase. An jeder Chance beteiligt war der überragende Daniel Kniesel. In der 41. Minute setzte er Andreas Poser genauso in Szene wie auch eine Minute danach. Während der VfL-Stürmer die erste Möglichkeit übers Tor jagte, zögerte er nach Kniesels Traumpass in der nächsten Szene einen Moment zu lange und ließ sich den Ball noch vom Fuß grätschen.

Der VfL hatte das Spiel im Griff – und machte es praktisch mit dem Pausenpfiff selbst wieder spannend – in Person von Denis Gonsior. Der VfL-Stürmer beharkte sich mit Zimmerns Patrick Lauble, was der sehr gut leitende Schiedsrichter Michael Fährmann (Bad Friedrichshall) jeweils mit der Gelben Karte ahndete. Gonsior war angefressen und blockte eine halbe Minute später einen schnell ausgeführten Freistoß der Gäste, wofür er Gelb-Rot sah. „Sein Verhalten werden wir intern noch ansprechen“, kündigte VfL-Trainer Thomas Dietsche an. Nur mit Mühe konnte er seinen Spieler auf dem Weg in die Kabine etwas beruhigen.

Poser zwickt der Oberschenkel

Trotz der Hinausstellung Gonsiors stärkte Thomas Dietsche nicht die Defensive. Im Gegenteil. Der VfL spielte weiter mutig nach vorne und kompensierte so das Fehlen eines Spielers. Nach einer Dreifachchance der Gäste in der 48. Minute, die zweimal David Kocyba und einmal Heiko Schmidt entschärften, setzte Sindelfingen die ersten Nadelstiche. Andreas Poser schickte mit feinem Pass Daniel Kniesel auf die Reise, der am herauseilenden Florian Harter hängen blieb. Weitere zwei Minuten danach revanchierte sich Kniesel mit einer noch besseren Vorlage auf Andreas Poser. Der VfL-Stürmer zögerte frei vor Florian Harter, zu lange. Allerdings hatte sich Poser schon beim Anlauf verletzt und musste mit Verdacht auf Muskelfaserriss raus.

Trotz Überzahl waren die Gäste mit der Situation überfordert. Mehr als eine Halbchance von Marcel Stern in der 65. Minute sprang nicht mehr heraus. Näher an der Entscheidung waren hingegen die Hausherren. Soner Özay und erneut Mathias Zuber zielten aus günstiger Lage aber zu ungenau.

Thomas Dietsche quittierte den Schlusspfiff mit lautem Jubel. „Das war ein Sieg des Willens. Wir haben mehr investiert und mit mehr Herzblut gespielt als der Gegner und völlig verdient gewonnen. Sogar zu zehnt hatten wir die besseren Chancen. Das sah sehr stabil aus.“

VfL Sindelfingen: Kocyba, Baur (77. Minute Öztürk), Zöller, Schmidt, Gans, Schuster, Lubig (82. Minute Yorulmaz), Özay, Kniesel, Gonsior, Poser (56. Minute Zuber)

Schon wieder gewonnen: Der VfL Sindelfingen feierte gegen Zimmern den fünften Heimsieg im sechsten Spiel, bleibt damit im Floschenstadion ungeschlagen und verabschiedet sich als Tabellenzweiter von seinem Publikum. Bild: Photo 5

 



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