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Samstag 22.11.14, 03:33 

Kreis-BB, Lokales

Schmerzfrei bleiben bis zum Tod

22.06.2013 -

Von unserem Mitarbeiter Heinz Richter

Zu Hause sterben: Viele, die unheilbar krank sind, möchten bis zu ihrem Tod in ihrer vertrauten Umgebung leben. Dafür braucht es ein Palliativ-Team, dass die Betroffenen versorgt und ihre Schmerzen mindert. Im Kreis kümmert sich ein Leonberger Verein um die Organisation.

Es ist absehbar, dass Martina Steinbrenner aus Renningen bald ihre 16 000 Euro loswird. Drei Jahre lang hat sie nach dem Tod ihres Bruders für ein „Palliativ-Care-Team im Kreis Böblingen“ gesammelt. So heißt auch der dafür gegründete Verein. Nun zeichnet sich ab, dass es von Leonberg aus kreisweit 24 Stunden Ansprechpartner für Schmerzpatienten und deren Angehörige geben wird.

Der Kreistag hat bereits einer Anschubfinanzierung von 25 000 Euro an den Verein „Initiative selbst bestimmen – vorsorgen Leonberg e.V.“, kurz Insel, zugestimmt. Damit gibt es nur noch zwei Landkreise in Baden-Württemberg, die keine ambulante Palliativversorgung von einer Organisation auf Kreisebene anbieten.

Lange hat Martina Steinbrenner dafür gekämpft und Geld mit Benefizkonzerten, Lesungen, Märkten und anderen Veranstaltungen gesammelt. Ihr Ziel waren 80 000 Euro. „Das hätte nach meinen Erkundigungen für ein drei viertel Jahr Betriebskosten ausgereicht“, sagt sie.

Ende 2009 war ihr Bruder glücklich: 39 Jahre alt, gerade zum zweiten Mal Papa geworden und ein neuer Job. Aber einen Tag vor Heiligabend stellte der Arzt ein Lungenkarzinom fest. Martina Steinbrenner treibt es auch heute noch die Tränen in die Augen, wenn sie davon erzählt: „Er war Nichtraucher und Sportler. Fünf Monate und drei Tage später ist er gestorben“.

Aber bis dahin mussten Martina Steinbrenner und die ganze Familie erleben, wie wenig die Ärzte über schmerzmindernde Medizin wissen. „Mein Bruder hat geschrien vor Schmerzen“, erinnert sie sich. Ihr Bruder hatte einen Wäschekorb voller Medikamente, aber über die richtige Einnahme bekam er keine Beratung. Vier Wochen vor seinem Tod fand Martina Steinbrenner den Palliativarzt Dr. Dietmar Epple aus Leonberg. Er ist jetzt einer der Ärzte, welche bei der Palliativstation Kreis Böblingen mitarbeiten.

Mit der richtigen Behandlung durch Dr. Epple konnte Hans-Dieter Böhmler schmerzfrei bis zum Tod leben. Bei Martina Steinbrenner hinterließen die Erlebnisse bleibende Eindrücke und sie begann für eine kreisweite palliative Zentralstation zu kämpfen und zu sammeln.

Die Insel in Leonberg, die schon seit 2002 über Vorsorgepapiere und Patientenverfügungen berät, hat am 1. April mit der sorgfältig vorbereiteten „spezialisierten ambulanten Palliativversorgung“ (SAPV) begonnen. Diese Versorgung steht allen Menschen im Kreis Böblingen zur Verfügung, die sich in einem weit fortgeschrittenen Stadium einer unheilbaren Krankheit befinden und die ihren letzten Weg in der vertrauten Umgebung zu Hause gehen wollen. Die Versorgung erfolgt über 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche.

Das Team hat seinen Sitz im Maria-Straif-Haus in Leonberg, in dem auch die Sozialstation untergebracht ist. Das Team besteht aus fünf Palliativärzten in Leonberg, Böblingen und Herrenberg und neun Palliativpflegekräften über den Kreis verteilt.

Die Koordination hat Claudia Gussmann übernommen. „In der palliativen Versorgung haben wir es fast nur mit der Krankheit Krebs zu tun“, erklärt Claudia Gussmann. Sie sucht auch die Zusammenarbeit mit bestehenden Hospizgruppen, welche schwer kranke Menschen in den Tod begleiten. Sechs Patienten sind bereits beim Palliativen Care Team angemeldet.

Info

Die zentrale Palliativ-Notruf-Telefonnummer lautet: 0 71 52/3 30 44 24. Mehr Infos stehen auf www.insel-leonberg.de und www.verein-pct.de im Internet.

Wo das Leben stattgefunden hat, soll es auch enden – das wünschen sich viele Menschen. Doch dafür braucht es bestimmte Voraussetzungen. Bild: Fotolia

 



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