Mit 340 PS zur Sonnenberghalle
08.02.2010 00:00 Uhr - Von unserem Mitarbeiter Heinz RichterKonfettiregen, Luftschlangen, Hexen, die über die Straße rannten und nicht nur die Kinder erschreckten, Guggenmusiker und ein 20 Meter langer und vier Meter hoher Fasnetswagen waren beim 11. Aidlinger Fasnetsumzug zu sehen. Tausende Besucher säumten die Durchgangsstraße in Aidlingen bis zur Sonnenberghalle, wo am Abend die Hexennacht begann.
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Die große Attraktion bei diesem Umzug war der zwanzig Meter lange Piratenwagen der Glottertaler Narren. Die waren um neun Uhr in der Frühe mit ihrem Sattelschlepper (Antrieb 340 PS Diesel) von zu Hause in der Nähe von Freiburg gestartet. Die Glottertalter waren schon mehrmals beim großen Rosenmontagsumzug in Mainz dabei und auch schon im Fernsehen.
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Erstmals war die Ein-Mann-Zunft von Aidlingen, der Aidbergdeifl nicht im Zug dabei. Bürgermeister Ekkehard Fauth führt sonst den Zug in jedem Jahr gleich hinter dem Polizeiauto an. In diesem Jahr war der Bürgermeister statt bei den Narren in Paris.
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60 Gruppen marschierten bei närrischen Klängen in dem über einen Kilometer langen Zug und manchmal ließ sich sogar bei trockenem mildem Wetter die Sonne blicken. Als die gruseligen Gechinger Hexengeister zu sehen waren, suchten die jüngeren Kinder Schutz an der Seite ihrer Muttis und Papas. Da waren die Böblinger Bären schon kuscheliger anzusehen.
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Die Renninger Guggenmusiker „Sotanos“ haben sich in vier Jahren einen guten Namen erspielt. Nicht weit hatten es die Schafberg-Meckerer aus Schafhausen. Die Hölzertalhexen aus Magstadt trieben es bunt. Sie schnappten sich die Mädchen und klebten denen die Füße zusammen oder banden sie auf einem Holzrad fest und drehten heftig. Schuhe wurden ausgezogen und von Hexe zu Hexe geworfen und natürlich kamen auch die vielen bunten Wachsstifte aus den Hexen- und Teufeltaschen, mit denen die Zuschauer bemalt wurden, zum Einsatz.
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Immer wieder schön anzusehen in ihren tiefblauen Kostümen und anzuhören sind die Ehninger Guggenmusiker Edafetzer.
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Zwei Deufringer Berghexen ließen sich von einer weiteren Hexe an Seilen ziehen. Aber so richtig ging es nicht voran, weil eine Hexe in die Richtung, die andere entgegengesetzt zog.
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Die giftgrünen Böblinger Schlossberghexen sind die lieben Hexen. Sie entführen keine jungen Mädchen und seifen auch nicht mit Konfetti ein, sondern schmeicheln höchstenfalls mit einem Staubwedel in den Gesichtern der Zuschauer.
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Bevor es auf die Straße ging, begrüßte Hexenmeister Michael John im Rathausfoyer beim Zunftmeisterempfang Abordnungen der einzelnen Gruppen.
Die Hexen trieben mit den Mädchen Schabernack. Bild: Richter


