Menü
In Belgrad

Ringen: Michael Widmayer erreicht bei der WM das Viertelfinale

Bei der Ringer-Weltmeisterschaft in serbischen Belgrad scheiterte der Ehninger Michael Widmayer, nach zwei Siegen über Algerien und China, im Viertelfinale und schied vorzeitig aus dem Turnier. Der Ehninger ist trotz des Ausscheidens zufrieden mit seiner Leistung.
Von Sebastian Sander
Akrobatisch. Der Ehinger Ringer Miachael Widmayer (unten) gehört zu den besten acht Ringern der Welt. Bild: Sander

Akrobatisch. Der Ehinger Ringer Miachael Widmayer (unten) gehört zu den besten acht Ringern der Welt. Bild: Sander

Ringen. Nach internationaler Pause im Jahr 2022, tritt der Ehninger Michael Widmayer erneut bei einer Weltmeisterschaft an. In der nicht-olympischen Gewichtsklasse bis 72 Kilogramm griechisch-römisch, traf Widmayer dabei auf ein starkes Teilnehmerfeld von 24 Sportlern.

Im ersten Kampf bekam der Ehninger es gleich mit dem amtierenden Afrikameister Abdelmalek Merabet aus Algerien zu tun. Doch dieser konnte mit der hohen Geschwindigkeit und der konditionelle Überlegenheit von Widmayer nicht mithalten. Mit dem Schlusspfiff stand der 3:1 Punktsieg fest und öffnete die Tür zum Achtelfinale, wo der Chinese Jian Tan wartete. Gegen Tan gab der Ehninger durch eine Unachtsamkeit zu Beginn des Kampfes fünf Punkte ab, drehte aber anschließend voll auf und gewann den Kampf mit 11:5.

Im letzten Kampf trat Widmayer gegen den Türken Selcuk Can an. Dieser kannte er bereits durch ein Duell auf den letzten Europameisterschaften. Aber auch in dieser Auseinandersetzung musste der Ehninger die technische Stärke des Türken anerkennen. Nach gutem Start, wurde er im Boden ausgehoben und geworfen. Den daraus entstandenen Rückstand konnte er durch die anschließende offensive Ringweise im Stand nicht mehr gut machen.

Das Endergebnis nach sechs Minuten Kampfzeit war 1:4. Da der Türke im Halbfinale gegen den Franzosen Ibrahim Ghanem verlor, bekam Widmayer keine Chance auf die Hoffnungsrunde und schied vorzeitig aus dem Turnier aus.

Trotz der Niederlage und des verpassten Platz auf dem Podium war Michael Widmayer zufrieden mit seiner Leistung: „Ich bin mit mir im Großen und Ganzen zufrieden. Ich hab alles gegeben und war gut vorbereitet - der Türke war an dem Tag einfach der bessere.“.