Von unserem Mitarbeiter Peter Maier · 08.11.2018

Bekenntnis zur Regionalität

Holzgerlingen/Weil im Schönbuch: Paul Nemeth besuchte CAP-Markt

Der Böblinger CDU-Landtagsabgeordnete Paul Nemeth hat gemeinsam mit Landrat Roland Bernhard und Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch den Holzgerlinger CAP-Markt sowie „Die Käsmacher“ in Weil im Schönbuch besucht.

Der CAP-Markt in Holzgerlingen, in dem wie in allen der rund 100 deutschen CAP-Filialen rund 50 Prozent Personen mit einer Behinderung beschäftigt sind, bietet ein großes Sortiment an regionalen Produkten an. „Wenn die Kunden unsere Produkte mit dem Heimat-Siegel kaufen, zahlen sie zwar etwas mehr Geld, unterstützen damit aber die heimischen Landwirte und Obstbauern. Und nur wenn diese hochwertigen Produkte auch den Weg in die Einkaufswägen finden, können sie dauerhaft angeboten werden“, sagte Siegfried Zenger, der Leiter der Abteilung Regionalentwicklung beim Landratsamt Böblingen.

Für Paul Nemeth geht es daher vor allem darum, zukünftig mehr Leute in Läden wie die CAP-Filialen zu locken. „Hier werden tolle heimische Produkte angeboten. Und das Zusammenarbeiten zwischen behinderten und nicht behinderten Menschen ist gelebte Inklusion, daher müssen diese Läden auch weiterhin einen ausreichenden Kundenstamm haben“.

Friedlinde Gurr-Hirsch zeigte sich hierfür zuversichtlich. „Manche der angebotenen Produkte, wie die Heckengäu-Linsen, haben sich mittlerweile weit über die Region hinaus einen Ruf gemacht“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz.

Enge Zusammenarbeit

Beim Besuch des Familienbetriebs „Die Käsmacher“ stand dann der aus Ziegenmilch gewonnene Käse im Mittelpunkt. „Wir betreiben seit gut 20 Jahren unsere eigene Käserei und bieten alles vom Feta- bis zum Schnittkäse. Auch an die Camembert-Produktion haben wir uns mittlerweile herangetraut“, verriet Hausherr Hartmut Binder. Die rund 120 Ziegen des Betriebs in Weil im Schönbuch geben im Jahr zwischen 70 000 und 75 000 Liter Milch, die anschließend von Binder und seinem Team zu den verschiedenen Käsesorten verarbeitet werden.

Neben Wochenmarkt-Ständen wird die Ware auch im näheren Umkreis ausgefahren. „Wir haben aber auch Kunden, die nehmen eine Fahrtstrecke von über 50 Kilometern auf sich, um sich bei uns im Hofladen mit Käse einzudecken“, sagte Hartmut Binder. „In der umkämpften Milchwirtschaft muss heutzutage jeder seine Nischen finden. Mit der Herstellung von Ziegenkäse scheinen Sie diese auf jeden Fall gefunden zu haben“, sagte Friedlinde Gurr-Hirsch.