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Immer mehr Menschen verzichten auf tierische Produkte. Auf diesen zehn Hütten im deutsch-österreichischen Alpenraum gibt es für Veganerinnen und Vegetarier mehr als Kaiserschmarrn und Spaghetti mit Tomatensoße.
Von Susan Jörges
Die Hochlandhütte: „Bei uns gibt’s Hober, das ist sowieso vegetarisch“, sagt Stefan Müller am Telefon, der mit seiner Frau Brigit die Hochlandhütte bei Mittenwald bewirtschaftet. Diese ist vom Wanderparkplatz Mittenwald aus in etwa zwei Stunden zu erreichen. Für das Gericht werden gehobelte, gekochte Kartoffeln mit etwas Mehl in der Pfanne knusprig gebraten, dazu gibt es Sauerkraut und Apfelmus. Außerdem auf der Karte: Veganer Erbseneintopf und Nudeln mit hausgemachter Tomatensauce. Das Sauerteigbrot backen die Hüttenwirte selbst, der Käse kommt von der Naturkäserei Tegernseer Land. Die Hütte ist von Mittenwald aus in etwa zweieinhalb Stunden zu erreichen.
Foto: DAV/Robert Kolbitsch
Die Bad Kissinger Hütte: Die Bad Kissinger Hütte liegt am Fuße des Aggensteins und ist über das Tannheimer Tal oder die Reichenbachklamm bei Steinach zu erreichen. Wer oben ankommt, darf sich auf Linsenbolognese, Linseneintopf oder einen veganen Schokoladenkuchen freuen. Zur Brotzeit gibt es einen Karotten-Walnuss Aufstrich oder Hummus. Kakao und Kaffee oder das Müsli am Morgen können mit Hafermilch bestellt werden. Eine schöne Wanderung zur Bad Kissinger Hütte ist der Tannheimer Höhenweg. Ausgangspunkt dieser mittelschwierigen, vierstündigen Tour ist die Talstation der Bergbahnen in Grän. Von der Bergstation geht es über die Sebenalm zur Bad Kissinger Hütte auf 1788 Höhenmeter.
Foto: Sabine Wirth
Die Höllentalangerhütte: Durchläuft man die Höllentalklamm von Hammersbach bei Grainau an der Zugspitze, erreicht man nach gut zweieinhalb Stunden die Höllentalangerhütte. Diese ist auch beliebter Ausgangspunkt für die Besteigung der Zugspitze über den anspruchsvollen Höllentalferner. Hier serviert Hüttenwirt Gernot Auer Langkornreis mit Tomatensauce, Gemüsepfanne mit Pilzen und Reis oder Gemüselaibchen mit Salat.Auch wer übernachtet, geht als Veganer nicht leer aus. Auf dem Frühstückstisch stehen Brot, Marmelade und Margarine; und aus einem Müsli mit Rosinen sowie Früchten, heißem Wasser und Fruchtsaft rührt das Hüttenteam eine Art Frühstücksbrei an. „Erst sind die Leute etwas skeptisch, doch den Allermeisten schmeckt es richtig gut“, sagt Auer.
Foto: Gernot Auer
Das Freschenhaus: Katrin Schmid bewirtschaftet das Freschenhaus im Bregenzerwaldgebirge im ersten Jahr und bietet ihren veganen und vegetarischen Gästen gleich mehrere Gerichte abseits von Kaiserschmarrn und Co. an. Hüttencurry und Linsenbolognese stehen täglich auf der Speisekarte, genauso wie verschiedene Knödel mit Pilzen, roter Beete oder Spinat. In der Pfifferlingszeit soll es einen Pfifferlingsgulasch, im Herbst Kürbisgerichte geben. Auf dem Frühstücksbuffet wartet ein Tomaten-Basilikum Aufstrich, ein Linsenhummus und ein Kräuterquark, dazu Frühstücksflocken und ein Birchermüsli. Einmal in der Woche sammelt ein Fahrer im Tal südlich des Bodensees frische Produkte bei Erzeugern aus der Region ein und bringt sie über den Fahrweg hinauf zur Hütte. Von benachbarten Almen bezieht Schmid, die ihren Gästen viele Milchprodukte wie Quark und Käse.
Foto: Katrin Schmid
Die Weilheimer Hütte: Die Weilheimer Hütte ist die höchstgelegene Schutzhütte im Estergebirge der bayrischen Voralpen. Dominik Reindl hat die Hütte in der zweiten Saison gepachtet und bietet Wanderern eine wechselnde Tageskarte an, auf der auch immer warme, vegetarische Gerichte zu finden sind. Die Zucchini-Haselnusspesto oder die Rucolapesto stellt Reindl selbst her, genauso wie die Gemüse-Feta Soße. Reindl kauft größtenteils regional, saisonal und ökologisch in Garmisch-Patenkirchen und Umgebung ein. Der Käse kommt aus der Schaukäserrei Ettal in Garmisch, die Milch von der Molkerei Berchtesgadener Land. Am schnellsten gelangt man über die Gipfelstation der Wankbahn in Garmisch in etwa drei Stunden zu der Hütte.
Foto: DAV/Michael Pröttel
Wer nach etlichen Höhenmetern auf einer Berghütte ankommt, hat sich eine leckere und sättigende Stärkung verdient. Veganer allerdings mussten dabei bisher oft Abstriche machen. Das ändert sich langsam ...