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Handel und Transport sowie der Klimawandel führen dazu, dass es hierzulande immer mehr fremde Arten gibt. Doch welche dieser Tiere sind harmlos – und welche richten sogar einen Schaden an? Ein Überblick.
Von Klaus Zintz
Nilgänse breiten sich auch hierzulande aus – und sorgen damit in manchen Städten teils für Ärger, wie etwa in Stuttgart. Foto: dpa/Boris Roessler
Waschbären – putzig, aber nervig: Der Waschbär fühlt sich offenbar in Deutschland recht wohl: Von 2006 bis 2109 hat sein Bestand um 112 Prozent zugenommen – in Mecklenburg-Vorpommern sogar um knapp 400 Prozent. Willkommen ist der putzige Kleinbär allerdings nicht immer: Vor allem in Städten ernährt er sich gerne von Speiseresten aus Mülltonnen und beschädigt Gebäude. Zudem mehren sich die Belege, dass die von der EU als invasiv eingestufte Art negative Auswirkungen etwa auf bedrohte Vögel und Amphibien hat.
Der Killerkrebs: Eigentlich stammt der Kalikokrebs aus Nordamerika. Inzwischen breitet er sich allerdings auch in der baden-württembergischen Rheinebene und in Rheinland-Pfalz aus – und zwar sehr rasch. Er gilt als invasive Art – gar als eine der gefährlichsten in Deutschland. Besonders bei hoher Populationsdichte kann der Krebs ein Gewässer aus dem ökologischen Gleichgewicht bringen, indem er es sozusagen „leerfrisst“ – heimische Krebse, Libellen und auch Amphibien fallen ihm zum Opfer. Foto: dpa/Karsten Grabow
Energische Nilgänse: Keine Frage: Die Nilgans ist gewaltig auf dem Vormarsch. Und dabei geht diese afrikanische Art mit einheimischen Entenvögeln und Blesshühnern keinesfalls zimperlich um, weshalb sie als aggressiv gilt. Das gefällt vielen Menschen nicht. Ob die Gans damit aber auch die heimische Tierwelt dauerhaft schädigt, steht auf einem anderen Blatt. Allerdings kann sie – wie auch andere Wildgänse – lokal Verunreinigungen hinterlassen, was ebenfalls vielen nicht gefällt und für Unmut sorgt. Auf der anderen Seite bereichert die neue Art die Natur.
Hörnchen – grau contra rot: Das aus Nordamerika stammende Grauhörnchen ist dabei, Europa zu erobern. In Norditalien hat es sich bereits festgesetzt. Von dort aus wandert es Richtung Schweiz. In Großbritannien hat es seinen roten Vetter schon weitgehend vertrieben – dort wurde 1876 ein Grauhörnchen-Paar aus Mitleid freigelassen. In Deutschland sind die Roten noch unter sich, offiziell gibt es bisher keine Grauhörnchen-Vorkommen. Es gibt aber bei den heimischen Eichhörnchen auch rot-graue, braun-graue und sogar schwarze Varianten.
Stuttgart - Sie sorgen für Ärger, etwa Wildgänse wie die Nilgans, die in Parks und Freibädern Kot hinterlassen. Oder sie verdrängen heimische Tierarten, wie beispielsweise die sogenannten Killerkrebse ...