

Heute braucht der Fan zusätzlich: Weltzeituhr, Schichtplan, Koffeintabletten und ein belastbares Verhältnis zu seinem Arbeitgeber.
Denn diese WM mit ihren unterschiedlichsten Anstoßzeiten ist kein Turnier mehr, sie ist ein Angriff auf den menschlichen Schlaf-Wach-Rhythmus. Der hartgesottene Fan sagt natürlich: „Kein Problem.“ Das ist derselbe Mensch, der nach drei Tagen aussieht, als hätte er alle Spiele selbst gespielt. Mit Augen, die so tief stehen wie eine eingespielte Viererkette.
Auf lange Sicht, also mit Blick auf das Finale, bleibt dem Fan nur Kapitulation mit Würde: Prioritäten setzen, Schlaf nachholen, Kaffee hochdosieren. Und akzeptieren, dass wahre Fußballliebe heute nicht mehr daran gemessen wird, wie laut man jubelt. Sondern daran, ob man am Morgen noch weiß, wer eigentlich gespielt hat.































