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Deutsches Bauernkriegsmuseum

Böblingen sucht Kleider für neue Museumsausstellung

„Verflixt und zugenäht! – Menschen, Mode, Machenschaften“ist vom 13. Dezember bis zum 23. Mai 2027 im Deutschen Bauernkriegsmuseum zu sehen.
Gesucht werden Kleidungsstücke wie Kleider, Jacken, Anzüge oder andere Textilien, die eine besondere Bedeutung haben.Bild: z

Gesucht werden Kleidungsstücke wie Kleider, Jacken, Anzüge oder andere Textilien, die eine besondere Bedeutung haben.Bild: z

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Böblingen. Kleidung kann mehr sein als ein Alltagsgegenstand: Sie erinnert an Menschen, Orte und besondere Momente. Für die neue stadtgeschichtliche Sonderausstellung „Verflixt und zugenäht! – Menschen, Mode, Machenschaften“, die vom 13. Dezember 2026 bis zum 23. Mai 2027 im Deutschen Bauernkriegsmuseum Böblingen gezeigt wird, sucht das Museum deshalb persönliche Kleidergeschichten aus der Stadt.

Gesucht werden Kleidungsstücke wie Kleider, Jacken, Anzüge oder andere Textilien, die eine besondere Bedeutung haben. Dabei kann es sich um Kleidung handeln, die zu einem wichtigen Anlass getragen wurde, an eine bestimmte Lebensphase erinnert oder mit einer persönlichen Geschichte verbunden ist. Die Beiträge der Bürgerinnen und Bürger sollen zeigen, wie Kleidung individuelle Erinnerungen bewahrt und zugleich Einblicke in die Böblinger Stadtgeschichte gibt.

Feststehendes Ausstellungsstück

Die Ausstellung nimmt neben persönlichen Erinnerungen auch die textile Vergangenheit Böblingens in den Blick. Ein Beispiel dafür ist die Hautana-Passage, die an die Geschichte der örtlichen Textilwirtschaft erinnert. Die Ausstellung möchte zeigen, welche Verbindung zwischen Fabrikarbeit, lokalen Unternehmen, Einkaufsmöglichkeiten und den persönlichen Erfahrungen der Menschen besteht.

Ein bereits feststehendes Ausstellungsstück ist ein „Club Forum“-Pullover mit charakteristischem Ärmelaufdruck. Er erinnert an den früheren Treffpunkt im Paul-Gerhardt-Weg, der für viele Generationen Teil der Böblinger Jugendkultur war. „Für uns Forumler war das Haus im Paul-Gerhardt-Weg – mindestens – zweite Heimat“, beschreibt Sven Reisch, Leiter des Amtes für Kultur der Stadt Böblingen, den „Club Forum“ um die Jahrtausendwende.

Der Zustand des Pullovers erzählt dabei ebenfalls eine Geschichte: Er wurde von Jugendlichen häufig getragen, bis er stark abgenutzt war. Gerade diese Spuren machen ihn zu einem Beispiel dafür, wie eng Kleidungsstücke mit persönlichen Erinnerungen verbunden sein können.

Besondere Erinnerungen

Das Museum sucht nun weitere Gegenstände mit Bezug zu Böblingen. Vielleicht erinnert ein Kleidungsstück an die Schulzeit, den ersten Arbeitsplatz, einen besonderen Ort in der Stadt oder an die Familiengeschichte. Auch Kleidung, die mit Herkunft oder kultureller Identität verbunden ist, kann Teil der Ausstellung werden.

Interessierte können selbst entscheiden, welche Informationen und Erinnerungen sie mit dem Museum teilen möchten. Wer eine persönliche Kleidergeschichte beitragen möchte, kann sich per E-Mail an bauernkriegsmuseum@boeblingen.de oder telefonisch unter 07031 669-1690 melden.