

Böblingen. Im Böblinger Stadtwald steht ein Wechsel an: Zum 1. Januar 2027 übernimmt Sebastian Bäuerle die Leitung des Forstreviers. Er folgt auf Paul Erbacher, der nach knapp 45 Dienstjahren, davon 38 Jahre als Revierleiter in Böblingen, in den Ruhestand geht.
Sebastian Bäuerle hat an der Hochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg studiert und von Juli 2024 bis Juni 2026 seine zweijährige Traineeausbildung bei der Unteren Forstbehörde des Landratsamts Böblingen absolviert. Derzeit unterstützt er die Förster im Landkreis. Mit der Übernahme des Böblinger Reviers trägt er erstmals die volle Verantwortung für einen Stadtwald.
Dieser erstreckt sich hufeisenförmig um Böblingen und ist geprägt von alten Baumbeständen sowie jüngeren Waldflächen, die nach dem Sturm „Lothar“ im Jahr 1999 entstanden sind. Eine zentrale Aufgabe sieht Sebastian Bäuerle darin, den Wald an die Folgen des Klimawandels anzupassen. „Die große Aufgabe wird es sein, die jungen Wälder auf ihrem Weg im Klimawandel zu begleiten“, erklärt er.
Bei den älteren Beständen möchte der neue Revierleiter die nächste Waldgeneration mit möglichst vielen unterschiedlichen Baumarten aufbauen. Neben heimischen Arten sollen in geringem Umfang auch nicht heimische Bäume gepflanzt werden, die mit den künftig erwarteten klimatischen Bedingungen zurechtkommen könnten.
Zu seinen weiteren Aufgaben gehören die Verkehrssicherheit entlang von Straßen und angrenzender Bebauung sowie der Ausgleich zwischen der Nutzung des Stadtwaldes als Erholungsgebiet und der notwendigen Waldbewirtschaftung.
Sebastian Bäuerle blickt seiner neuen Aufgabe zuversichtlich entgegen: „Trotz aller Herausforderungen freue ich mich auf die Möglichkeit, den Stadtwald von morgen mitgestalten zu dürfen und so meinen Beitrag zu einem vielfältigen und vitalen Wald zu leisten.“



























