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Architektur interessiert viele. Sich ein Urteil über die Qualität von Bauwerken zu bilden, traut sich aber nicht jeder zu. Wir stellen zwei Bände vor, mit denen Einsteiger ein gutes Rüstzeug an die Hand bekommen.
Von Ulla Hanselmann
Er schuf auch das Tragwerk der Multihalle der Bundesgartenschau 1975 in Mannheim – eine Lattenkuppel aus Holz, bei der er eine in sich mehrfach bewegte Wölbung des Dachs erreichte.
Foto: picture alliance/dpa/Uwe..
Als „Visionär der Leichtigkeit“ wird Frei Otto vorgestellt, der unter anderem an der bahnbrechenden Zeltdach-Konstruktion des Münchner Olympiastadions (1969–72)beteiligt war – es ist das berühmteste Werk Ottos.
Foto: picture alliance/dpa/Fel..
Weniger gut, konstatieren Ackermann und Pfeil, funktionierte der Funktionalismus im Städtebau, doch es brauchte einige Jahrzehnte, bis seine Schwächen offensichtlich wurden. Die „Charta von Athen“, 1933 verabschiedet, forderte klar nach ihren Funktionen strukturierte Städte: Handel, Verwaltung und Kultur in den Zentren, umschlossen von einem Gürtel mit Zonen für Wohnen und Industrie. Jenseits davon waren Satellitenstädte mit Hochhäusern vorgesehen. An die funktionale Entflechtung glaubte auch der Architekt Ludwig Hilberseimer, als er 1924 sein Projekt „ Hochhausstadt“ entwarf, also schon vor der „Charta von Athen“. Allerdings hielt er wenig von der Trennung von Wohnung und Arbeitsplatz und brachte beides wieder zusammen – vertikal übereinandergestapelt. Sein Megaprojekt wurde allerdings nie gebaut.
Foto: https://misfitsarchitect..
„Form follows function“: Diese Formel kennt auch diejenige, die sich bisher nur beiläufig mit Architektur befasst hat. Was hat es genau damit auf sich? Ackermann und Pfeil klären auf: Mit dem Bauhaus wurde „Form follows function“ zu einer Schlüsselforderung der Moderne. Im Industrie- und Infrastrukturbau wurde sie am überzeugendsten umgesetzt, schreibt das Duo. Beispielhaft sei dies bei der Zeche Zollverein in Essen gelungen, die von Fritz Schupp und Martin Kremmer Ende der 1920er Jahre entworfen wurde.
Foto: Imago Images/Jochen Tack
Als „architektonisches Konzept“ stellt das Autorenduo auch Prinzipien der klassischen japanischen Architektur vor. Deren Tradition des gebrochenen, „schattigen“ Lichts und des Wabi-Sabi illustrieren die Autoren sowohl mit dem Teshima-Kunstmuseum, das auf dem Cover ihres Buchs zu sehen ist, wie auch mit dem Frac Paca – Zentrum für regionale Kunst in Marseille (Foto). Der japanische Architekt Kengo Kuma hat den Bau von 2013 mit weiß-graublau changierenden emaillierten Glaspaneelen versehen, die wie ein flirrender Vorhang anmuten. Sie öffnen das massive Gebäude zum öffentlichen Raum hin und lassen es leicht erscheinen.
Foto: Frac Provence-Alpes-Côte..
Die Geschichte der Architektur ist so alt wie die Menschheit. 400.000 vor Christus baute sich eine Clan-Gesellschaft an der Mittelmeerküste bei Nizza Wohnhütten aus schräg gestellten Ästen. War das schon ...