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Kein Motiv wurde so oft gemalt und verfilmt wie Susanna, die von zwei alten Männern bedrängt wird. Eine kluge Ausstellung im Kölner Wallraf-Richartz-Museum verrät auch, warum es heute so viele MeToo-Fälle gibt.
Von Adrienne Braun
Jean-Jacques Henner zeigt „Die keusche Susanna“ (1864) in einer unschuldigen Situation, die übergriffigen Blicke wirken harmlos – wer könnte sich dieser Anmut schließlich entziehen?
Foto: RMN - Grand Palais/Hervé..
„Sie will es doch auch“ scheint Hans Makart auf seiner Version von „Susanna und die beiden Alten“ (um 1871) zum Ausdruck bringen zu wollen. So wird die Vorstellung kreiert, dass es Frauen förmlich darauf anlegten, vergewaltigt zu werden.
Foto: Zeljko Tomic
Bei Eugène Delacroix wird der Übergriff der zwei Alten deutlicher – er hat eine Vorlage von Peter Paul Rubens übernommen: „Susanna und die Alten“, um 1840.
Foto: RMN - Grand Palais/Phili..
Cornelis van Haarlem hat die Komposition so angelegt, dass der Blick der Betrachter zwangsläufig auf den nackten Körper fällt: „Susanna im Bade“, um 1589.
Foto: Bayerische Staatsgemäld..
Susanna im Bade war förmlich eingesperrt von Mauern. Als 2018 die MeToo-Debatte Wellen schlug, spielte der „New Yorker“ auf seinem Titel an auf den Moment, in die Ecke gedrängt zu werden – hier allerdings auf der Besetzungscouch.
Foto: Condé Nast
Sie hat sich standhaft geweigert. Als sich zwei lüsterne alte Richter über Susanna hermachen wollen, wehrt sie sich. Das wird ihr zum Verhängnis. Die Männer zeigen sie an wegen angeblichen Ehebruchs – ...