Ihr Browser ist leider zu alt für diese Seite.
Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser bzw. wechseln auf einen Browser, der für das heutige Web geeignet ist.
Ein einsames Haus am See oder eine Hütte in den Bergen: Seit jeher träumen vor allem Stadtmenschen von einem Rückzugsort in der Natur. Eine schöne, meist teure Illusion.
Von Nicole Golombek
Das vom deutschen Architekten Ludwig Mies van der Rohe entwickelte Landhaus „Farnsworth House“ für die Chicagoer Ärztin Edith Brooks Farnsworth südlich der Stadt Plano in Illinois, USA, ist 1945 bis 1951 entstanden und gehört zu den faszinierendsten – und viel kopierten – Häusern der Architekturgeschichte. Die Bauherrin war indes nicht begeistert und verklagte den Architekten. Sie kritisierte: „Das Haus ist durchsichtig wie ein Röntgenbild.“
Foto: dpa/Chris Melzer
Ein Haus mitten in der Natur: Wasserfall neben der Villa „Fallingwater“ von Architekt Frank Lloyd Wright in den Allegheny Mountains nahe Pittsburgh, USA. Gebaut wurde es für Edgar J. Kaufmann, einen Warenhausbesitzer aus Pittsburgh. Das Gebäude ist eines der berühmtesten Privathäuser des US-amerikanischen Architekten Frank Lloyd Wright, errichtet wurde es zwischen 1935 und 1939. Wright sagte zu Kaufmann: „Ich möchte, dass Sie mit dem Wasserfall leben, nicht, dass Sie ihn bloß anschauen. Er soll Bestandteil Ihres Lebens werden.“ Die Familie wohnte dort bis 1963 in den Ferien und am Wochenende. Seit 1964 ist die Architekturikone ein millionenfach besuchtes Museum.
Foto: imago stock&people
Die „Villa Noaille“ auf den Hügeln von Hyères in Südfrankreich bietet einen schönen Blick aufs Mittelmeer. Die kunstsinnigen Bauherren Charles und Marie-Laure de Noailles wollten auf dem ererbten Grundstück eigentlich Mies van der Rohe oder Le Corbusier mit dem Gebäude im Bauhausstil beauftragen. das klappte nicht, also engagierten sie Robert Mallet-Stevens. Ums Haus herum, das 1924 bis 1929 erbaut wurde, wurde viel Freiluftsport getrieben, Künstler wie Man Ray drehten hier Filme. Das Haus ist heute in Besitz der Stadt und zu besichtigen – einige Originalmöbel sind noch erhalten. Manchmal finden hier auch Design- und Modeausstellungen statt.
Foto: AFP/Gerard Julien
Neben dem Trend zum Cottage in England im 19. Jahrhundert schätzten auch Vertreter der „Arts & Crafts“-Bewegung das Landleben. Das „Red House“ wurde im Auftrag von William Morris durch Philip Webb erbaut und ist heute für die Öffentlichkeit zugänglich (in Bexleyheath, London). Natürliche Materialien wurden verwendet und im Inneren handwerkliche Kunst gepflegt
Foto: National Trust Images/ N..
Schon früher gönnten sich die Wohlhabenden einen Landsitz, dieser wurde entworfen von dem italienischen Architekten Andrea Palladio. Heute für Jedermann zu besichtigen – die Villa Foscari, gebaut von 1550 bis 1560, gehört zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten im Umland von Venedig.
Foto: dpa/epa ansa
Interpretiert man das frei stehende Haus als ein in der Freiheit stehendes Haus, ist das die Potenzierung des Traums vom eigenen Daheim. Der Nachbar ist dann nicht ein Typ mit Laubbläser, der nach nervtötender ...