Ihr Browser ist leider zu alt für diese Seite.
Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser bzw. wechseln auf einen Browser, der für das heutige Web geeignet ist.
Die Schausteller auf dem Stuttgarter Frühlingsfest müssen sich derzeit wegen der Gestaltung ihrer Buden einiges anhören. Doch sind vermeintlich sexistische Bilder nicht auch in anderen Freizeiteinrichtungen vorhanden? Ein Besuch in Tripsdrill.
Von Jacqueline Fritsch
Bei Adam und Eva sind sich Tripsdrill und Gerd Bohner einig: Die beiden dürfen nackt sein. Nur den Spruch auf dem Schild findet Bohner nicht angemessen. Der sei nämlich scheinbar wohlwollend, aber im Kern setze er Frauen herab.
Foto: Jacqueline Fritsch
Auf der Damentoilette hängt in einer Kabine dieses Bild. Gerd Bohner meint, dass eine solche Darstellung etwa im Theater in Ordnung wäre, in einem Freizeitpark aber nicht notwendig ist. Das sieht der Park anders, denn die Toilette befindet sich direkt neben der „Badewannenfahrt zum Jungbrunnen“, wo im gesamten Bereich die ewige Jugend thematisiert wird. „Das Bild zeigt war eine nur spärlich bekleidete Frau in ästhetischer, aber nicht sexuell aufgeladener Pose“, teilt der Park mit.
Foto: Jacqueline Fritsch
Außerdem gibt es neben der Altweibermühle auch eine Altmännermühle – zur Gleichberechtigung.
Foto: Jacqueline Fritsch
Der Wegweiser zur Altweibermühle: Ein Mann trägt seine gebrechliche Frau zur Verjüngungskur. Gerd Bohner findet das eindeutig sexistisch. „Das bedient das Klischee, dass der Mann nun wieder eine junge Frau braucht.“ Die Szene ist laut dem Erlebnispark von historischen Motiven inspiriert. Außerdem ist an der Altweibermühle selbst ein Schild angebracht mit der Aufschrift „Werde jung und schön, doch bleibe weise“. Dadurch würden nicht nur Schönheitsideale, sondern vor allem innere Werte (die Weisheit) hervorgehoben, so der Sprecher des Parks.
Foto: Jacqueline Fritsch
Zu dem Herren auf dem Wegweiser hat Gerd Bohner die gleiche Meinung: Das ließe sich anders genauso eindrucksvoll darstellen. Tripsdrill: „Auch hier wird zwar ein unbekleidetes Körperteil gezeigt, aber ebenfalls weit entfernt von jeglicher sexualisierter Konnotation.“
Foto: Jacqueline Fritsch
Stuttgart - Ein Mann mit Hut und Karohemd eilt schwitzend in Richtung Toilette. Seine Hosenträger flattern bereits im Wind, die Hose hält er mit der Hand fest, sein Hinterteil ist deutlich zu sehen – ...