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Die Bauwirtschaft gilt als Klimasünderbranche. Es geht auch anders. Wie klima- und generationengerecht geplant und gebaut werden kann und wie man alte Bauteile für Neu- und Umbauten findet, sagt die Basler Architektin Kerstin Müller.
Von Nicole Golombek
. . . die Bauteiljägerinnen und -jäger fanden nur 50 Meter Luftlinie entfernt gebrauchte Fassadenbleche. Die Verwendung dieser Fenster mit den verschiedensten Größen, Farben und Materialien ergibt ein interessantes Fassadenbild, das durch die einheitlichen Blechelemente rhythmisiert wird.
Foto: Martin Zeller
Hier noch eine Ansicht des Kultur- & Gewerbegebäudes „ELYS“ in Basel: Bei der Umnutzung des coop Verteilzentrums in Basel zu einem Gewerbe- und Kulturhaus wurden rund 1000 Quadratmeter neue Fassadenfläche vorrangig aus wiederverwendetem Baumaterial erstellt. Für die Fassade wurden Holzelemente vorfabriziert, die so konzipiert wurden, dass rund 200 Fenster in unterschiedlichsten Größen und Formen eingefügt werden konnten und . . .
Foto: Martin Zeller/MZ
K 118 Kopfbau Halle in Winterthur: Auf dem Lagerplatz in Winterthur stockte Zirkular eine bestehende Lagerhalle auf mit dem Ziel, möglichst viele Bauteile aus Rückbauten zu verwenden. Die Struktur der Halle 118 wurde mit den Stahlträgern geplant, die aus dem Teilabbruch der coop Verteilzentrale auf dem Lysbüchelareal in Basel stammen. Erschlossen werden die neuen Geschosse durch eine Außentreppe aus Stahl des abgebrochenen Bürogebäudes Orion in Zürich. Zirkular begleitete das Projekt K118 von der Bauteilsuche und dem damit eng verschränkten Entwurf über die Lagerverwaltung der gefundenen bis zur Bauausführung. Dafür gab es Auszeichnungen: Prix Acier 2021 – Recognition, Holcim Award for Sustainable Construction – Global & European Gold Winner.
Foto: Martin Zeller
Dies ist die Außenansicht des Unterstands. Beim Primeo Energie Unterstand konnte die komplette Stahlkonstruktion und auch die verzinkte Trapezblechhülle mit rückgebauten Teilen von zwei unterschiedlichen Gebäuden erstellt werden.
Foto: Martin Zeller
Die Architektin Kerstin Müller ist Geschäftsführerin von Zirkular, achplanung für Kreislaufwirtschaft und Wiederverwendung im Bauwesen. Sie hat an der Universität in Stuttgart sowie an der École d´Architecture de Lyon Architektur studiert. Sie arbeitete ab 2013 im Baubüro in situ Basel als Architektin und hatte dort mehrere Wiederverwendungsprojekte begleitet. Zuvor sammelte sie langjährige internationale Erfahrung in Vancouver, Kanada und Wien, Österreich. Ab 2019 war sie Mitglied der Geschäftsleitung der baubüro in situ ag.
Foto: Zirkular
Bauen im Bestand ist das große Thema in der Architektur. Die Architektin Kerstin Müller ist Expertin für nachhaltiges Bauen und Umbauen und fordert eine längere Lebensdauer für Gebäude.