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Die Psychologie der Stereotype

Vorurteile? Ich doch nicht!

Viele Menschen glauben, frei von Vorurteilen zu sein. So einfach ist das aber nicht. Ein Psychologe erklärt, welche Prozesse und Mechanismen dem voreingenommenen Denken zugrunde liegen – und was wir dagegen tun können.
Von Nora Chin
Daumen hoch, Daumen runter – alles Kopfsache.

Daumen hoch, Daumen runter – alles Kopfsache. Foto: imago/ Ikon Images/Oivin..

Deutsche sind pünktlich, Professoren sind zerstreut – Menschen sind Meister im Schubladendenken. Im Bruchteil einer Sekunde bilden wir uns einen ersten Eindruck über einzelne Personen oder Gruppen. Im Alltag greifen wir also auf Stereotype zurück, um andere zu beurteilen.

Dabei fallen bestimmte Merkmale wie das Geschlecht, das Alter oder die Haut- und Haarfarbe besonders ins Gewicht. Dieser Mechanismus, der oft unbewusst abläuft, ergibt auch Sinn: Er dient dazu, die komplexe Welt zu vereinfachen ...

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