

Holzgerlingen. Seit Ende 2023 beleuchten im Grabenrainweg mit so genannten Zaga-Schnittstellen und LED-Technik ausgestattete Straßenlaternen Fußgängern und Radfahrern den zuvor unbeleuchteten Weg. Eine unter Bürgerbeteiligung ausgearbeitete Maßnahme im Rahmen des Mobilitätskonzepts.
Nachträglich mit Sensortechnik - mit Bewegungsmeldern - ausgerüstet wurden sie ein Jahr darauf. Eine Maßnahme, die getestet wurde, um in wenig frequentierten Bereichen – nach der Umstellung auf LED - weiteren Strom zu sparen und Lichtverschmutzung so gering wie möglich zu halten.
Die Lampen strahlen im Normalbetrieb nur mit 10-prozentiger Lichtleistung. Nähert sich eine Person einer Laterne, erhellt sich diese und die folgende für jeweils 90 Sekunden auf 100 Prozent. Dieser Feldversuch im Grabenrainweg, wo 33 Laternen mit Sensortechnik ausgestattet worden sind, hat sich nicht nur etabliert, sie entpuppte sich als voller Erfolg – und ebnete den Weg dafür, auch in anderen Bereichen der Holzgerlingens Straßenleuchten mit Sensoren auszustatten.
„Wo immer es sinnvoll technisch möglich ist, wollen wir diese Maßnahme umsetzen“, so Michael Wagner, Sachgebietsleiter für Tiefbau und Straßenunterhaltung. In den vergangenen Monaten durften inzwischen insgesamt 90 weitere Lampen-Sensoren ihren Dienst für die Stadt Holzgerlingen antreten.
So wurden die neu errichteten 23 Leuchten entlang des Fuß- und Radwegs vom Lidl-Kreisverkehr zum Maurener Tal ebenso mit Sensortechnik ausgestattet wie die acht Lampen entlang des neu angelegten Schüler-Fußwegs in der Robert-Bosch-Straße. Bewegungsmelder erhalten haben dazu die Laternen im Pfarrer-Martin-Thust-Weg bis zur Altdorfer Straße, der Fuß- und Radweg entlang der Schönbuchbahnlinie vom Alten Bahnhof bis zum Wald sowie eine Leuchte an der Ecke Turmstraße/Kirchstraße.
Mit der Installation dieser Sensoren ist das Ende der Fahnenstange allerdings noch nicht erreicht, erklärt Michael Wagner. „Es gibt noch einige Orte mit Potenzial“, sagt er. Unter anderem sollen in nicht allzu ferner Zukunft auch die Lampen im Stadtpark sowie die entlang der Fuß- und Radwege entlang des Stadions oder des Friedhofs Bewegungsmelder-Technik erhalten.
„Die abgeschlossene Umrüstung auf LED-Technik zeigt, wie moderne Infrastruktur, Energieeinsparung und Umweltschutz sinnvoll zusammenwirken können. Die sensorgesteuerte Beleuchtung reduziert den Stromverbrauch und die Lichtverschmutzung weiter. Licht dort, wo es gebraucht wird – und nicht dauerhaft. Für uns ist das kein Endpunkt, sondern ein weiterer Schritt: Die Entwicklung werden wir weiter vorantreiben und zusätzliche Potenziale nutzen. Ich bin mit dem bisherigen Ergebnis sehr zufrieden“, so Bürgermeister Ioannis Delakos.


