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Sindelfingen

Ärger über lang andauernde Baustelle und Parksituation in der Friedrich-Ebert-Straße

Der Sindelfinger Jürgen Bernardin wendet sich wegen der Situation in der Friedrich-Ebert-Straße an die SZ/BZ-Redaktion. Das sagt die Stadt dazu.
Baustelle in der Friedrich-Ebert-Straße in Sindelfingen.

Baustelle in der Friedrich-Ebert-Straße in Sindelfingen.

Bild: Bernarding

Sindelfingen. Zum des Tag des Lokaljournalismus am 5. Mai meldete sich Jürgen Bernardin in der SZ/BZ-Redaktion mit zwei Anliegen zur Situation in der Friedrich-Ebert-Straße.

„Könnte man nicht über die aktuelle und lang andauernde Baustelle in der Friedrich-Ebert-Straße einen Bericht veröffentlichen?“, fragt der Sindelfinger und begründet dies wie folgt: „Die Zu-/Abfahrt in die Friedrich-Ebert-Straße 5 bis 9 ist häufig blockiert, da die Ampeln häufig nicht richtig schalten, der Spiegel ist seit langer Zeit verstellt worden, dadurch nicht nutzbar und nicht verlässlich. Oftmals kommt es auch vor, dass man an der Einfahrt das Parkverbotsschild verstellt, so dass man bis fast zur Straße parken darf, was viele Autofahrer behindert. Das Ordnungsamt kommt teilweise vorbei, aber das scheint wohl nicht genug zu sein.“

"Fortlaufende Überprüfung und Anpassung"

Dazu fragte die SZ/BZ bei der Pressestelle der Stadt Sindelfingen nach und erhielt von Sprecher Michael Botsch folgende Antwort: „Das zuständige Bauunternehmen ist beauftragt, die Verkehrsführung sowie die Baustellenabsicherung fortlaufend zu überprüfen und bei Bedarf anzupassen. Dazu gehört auch die regelmäßige Kontrolle der Ampelanlagen.“

Ergänzend werde der städtische Vollzugsdienst nochmals gezielt für die geschilderten Einschränkungen - insbesondere bei Zu- und Abfahrten, Sichtverhältnissen und der Parksituation - sensibilisiert und führe entsprechende Kontrollen vor Ort durch. Verstöße könnten zudem jederzeit über die Hotline (07031 / 94-333) gemeldet werden. „In den kommenden Wochen ist vorgesehen, den aktuellen Bauabschnitt anzupassen. Das Baufeld soll im westlichen Bereich verkürzt werden; außerdem wird sich die Maßnahme voraussichtlich weiter in Richtung Tankstelle verlagern“, teilt der städtische Sprecher mit.

Schwierige Parkplatzsuche

Und was stört Jürgen Bernardin zudem in der Friedrich-Ebert-Straße? „Es gibt viele Probleme, wenn man einen Parkplatz in der Friedrich-Ebert-Straße sucht“, so der SZ/BZ-Leser. Verwunderlich sei allerdings, dass im Winter die Parkplatzsituation oftmals besser wäre. Da müsste man an die Autofahrer appellieren, ihre Fahrzeuge in ihren Garagen und nicht auf Plätzen abzustellen, wo die Übersicht sehr schlecht ist und dies Gefahren bedeuten kann, wenn die Sicht in die Straßen verdeckt werden“, regt Jürgen Bernardin an.

Er hat eine Idee: „Eine Möglichkeit wäre sicherlich, ein kleines Parkhaus im Bereich Friedrich-Ebert-Straße 11 bis13 am Zugang zu der Jugendfarm zu bauen. Wie ich schon gehört habe, sind die Pläne des Bauamts veraltet, und wo früher Bäume standen, da hätte es sicherlich genug Platz für ein kleines Parkhaus. Das würde dann auch die bisher genutzten Parkmöglichkeiten auf der Straße verbessern, wo die ganzen Busse schon Probleme haben, sich durchzuschlängeln.“

Refinanzierung schwer darstellbar

Auch dazu fragte die SZ/BZ bei der Pressestelle nach. „Bei der Errichtung eines Parkhauses sind sowohl rechtliche als auch wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu berücksichtigen. Die betroffene Fläche liegt im unbeplanten Außenbereich. Für ein Parkhaus müssten zunächst umfangreiche planungsrechtliche Voraussetzungen geschaffen und eine Waldumwandlung durchgeführt werden. Hierfür wäre ein besonderes öffentliches Interesse nachzuweisen“, so Michael Botsch.

Der Fokus liege aus städtischer Sicht derzeit vor allem auf Parkraum für Besucher. Stellplätze für Bewohner würden in der Regel im privaten Bereich geschaffen. Auch wirtschaftlich stelle sich ein solches Vorhaben derzeit als schwierig dar. Der Bau müsste durch einen privaten Betreiber erfolgen, da die Bereitstellung von Bewohnerstellplätzen nicht zu den vorrangigen Aufgaben der Stadt gehöre. Angesichts der derzeit hohen Baukosten pro Stellplatz bei gleichzeitig begrenzter Zahlungsbereitschaft sei eine Refinanzierung derzeit schwer darstellbar. Zudem seien die verfügbaren Flächen begrenzt, sodass ein wirtschaftlicher Betrieb voraussichtlich nur unter Eingriff in geschützte Waldflächen möglich wäre.

„Insgesamt wäre die Umsetzung eines Parkhauses mit erheblichem planerischem und wirtschaftlichem Aufwand verbunden. Die temporäre Nutzung öffentlicher Flächen für Baustelleneinrichtungen ist hingegen üblich und oft erforderlich, um Infrastrukturmaßnahmen - etwa im Bereich der Fernwärmeversorgung - umzusetzen“, teilt Michael Botsch mit.