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Gemeinderat

Aidlingen stellt die Ruhebänke im Wald wieder auf

Bürgermeisterin Helena Österle kündigt die Rückkehr der Sitzgelegenheiten an. Zudem geht es um Tempo 50 und Fördergelder.
Die Ruhebänke im Wald werden, zumindest in Aidlingen, wieder aufgestellt.    Bild: Richter

Die Ruhebänke im Wald werden, zumindest in Aidlingen, wieder aufgestellt. Bild: Richter

Bild: Richter

Aidlingen. In der Aidlinger Gemeinderatsitzung ging es zusätzlich um verschiedene Themen, die als Anregungen aus dem Kreis der Gemeinderäte kamen. Das Bundesstrukturdarlehen sollte zeitnah verbraucht werden, Tempo 50 k/h sollte auf der Straße von Aidlingen nach Grafenau entfallen und die beste Nachricht: Die Ausruh-Bänke in den Wäldern werden wieder aufgestellt.

Thomas Rott (CDU) schlägt vor, die vom Bund für Infrastrukturmaßnahmen gewährte Förderung zeitnah zu verbrauchen. „Wir wollten nicht fünf bis sechs Jahre warten bei den steigenden Preisen. Kämmerin Lang versprach dem Gemeinderat in einer der nächsten Sitzungen eine Auflistung von möglichen Projekten, die mit dem Geld finanziert werden können, vorzulegen. Im übrigen habe man eine Million Euro für den Kindergartenbau in Dachtel abgerufen und auch schon erhalten.

Kritik am Tempolimit

Ralf Beicht (Freie Wähler) kritisierte zum wiederholten Mal die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h auf der Kreisstraße Aidlingen-Grafenau von Aidlingen bis zum Abzweig nach Lehenweiler. Dort werde andauernd geblitzt. Bürgermeister Österle versprach, das Thema in der nächsten Verkehrsschau zur Sprache zu bringen.

„Sitzen auf eigene Gefahr“

Thomas Rott (CDU) schlug vor, die Sitzbänke in den Wäldern nicht abzubauen, sondern mit einem Schild „Sitzen auf eigene Gefahr“ stehen zu lassen. Er verwies insbesondere auf den Spazierweg in der Verlängerung des Mönchhaldenweges. Gerade für ältere Personen seien die Wege ohne Möglichkeit einer Sitzpause zu lang.

Wie allgemein bekannt wurde, hat der Forst-BW die Gemeinden aufgefordert, Ruhebänke im Bereich des Waldes zu entfernen. Er sei nicht mehr bereit das Sicherheitsrisiko zu übernehmen, falls da mal was passiere. Daraufhin haben zahlreiche Gemeinde die Ruhebänke entfernt, weil sonst die Verkehrssicherungspflicht auf die Gemeinde entfallen wäre.

Bürgermeisterin Helena Österle informierte über diese Forderung des Forst-BW und das mittlerweile diese Regelung gekippt worden sei. Die Gemeinde müssten nicht unbedingt eine Verkehrssicherungspflicht übernehmen. Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass zum Beispiel ein herunterfallender Ast „zum allgemeinen Lebensrisiko“ gehört. „Wir werden die Bänke wieder zurückstellen“, kündigte die Bürgermeisterin an.