

Kreis Böblingen. Die Arbeitslosenquote im Februar betrug 4,6 Prozent und blieb damit unverändert im Vergleich zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 4,2 Prozent. Insgesamt waren 10 329 Menschen arbeitslos (203 Personen weniger als im Januar) darunter 5765 Männer und 4564 Frauen. Die Anzahl der Arbeitslosen stieg im Jahresvergleich um 783 Personen.
Die Zahl junger Menschen (15 bis unter 25 Jahre) ohne Arbeit ist im Landkreis Böblingen im Februar im Vergleich zum Vormonat um 1,6 Prozent auf 818 gestiegen. Damit liegt die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen um 19,4 Prozent höher als im Februar letzten Jahres (plus 133).
„Der Bestand an Arbeitslosen im Landkreis Böblingen ist im Februar im Vergleich zum Vormonat zwar zurückgegangen, doch dieser Rückgang um 203 Personen fällt eher schwach aus und bleibt hinter üblichen saisonalen Entwicklungen zurück. Mit einer aktuellen Arbeitslosenquote von 4,6 Prozent setzt sich der Eindruck der vergangenen Monate fort: Konjunkturelle Schwäche und grundlegende strukturelle Herausforderungen prägen den Arbeitsmarkt“, sagt Gunnar Schwab, Vorsitzender der Geschäftsführung, Agentur für Arbeit Stuttgart, die für den Kreis Böblingen zuständig ist.
Besonders angespannt ist die Situation bei den jungen Menschen unter 25 Jahren. Während die allgemeine Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozentpunkte zunahm, verzeichnet die Gruppe der unter 25-Jährigen einen Anstieg um 0,7 Prozentpunkte. Aktuell sind 818 junge Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen, das sind 133 mehr als noch vor einem Jahr.
„Ausbildung bleibt die wirksamste Investition in die Zukunft – für die Jugendlichen und die Betriebe. Der Ausbildungsmarkt tritt jetzt in seine heiße Phase ein. Ich appelliere deshalb an die Unternehmen, trotz der aktuellen Unsicherheiten weiterhin in ihren Nachwuchs zu investieren. Um zusätzliche Ausbildungsplätze zu gewinnen, intensivieren wir die Kontakte zu Betrieben – auch im Rahmen der Woche der Ausbildung. Parallel dazu unterstützt unsere Berufsberatung die Jugendlichen dabei, ihre Berufswahl zu treffen und den passenden Betrieb für einen Start im Spätsommer zu finden“, so Gunnar Schwab.
Am 16. März beginnt in diesem Jahr die Woche der Ausbildung. Die Arbeitsagenturen machen junge Menschen gezielt auf die vielfältigen Möglichkeiten einer Berufsausbildung aufmerksam. Während der Aktionswoche können sie aus erster Hand Informationen und wertvolle Tipps für ihre berufliche Zukunft erhalten. Auch für Unternehmen und Ausbildungsbeauftragte stehen Informationen und Unterstützungsangebote bereit.
„Gleichzeitig appelliere ich an die jungen Menschen ausdrücklich, bestehende Chancen aktiv zu nutzen, sich zeitnah zu informieren und unsere Beratungsangebote bis hin zu unserer Begleitung im Bewerbungsprozess in Anspruch zu nehmen. Jetzt heißt es: dranbleiben und nicht nachlassen! Eine abgeschlossene Berufsausbildung bleibt der verlässlichste Weg zu stabiler Beschäftigung und einer guten beruflichen Zukunft“, so Gunnar Schwab.

