

Kreis Böblingen/Berlin. Gibt es Schläferagenten auch in der Realität? Definitionssache. Ist Homeoffice möglich? Eher schwierig. Wie bin ich angestellt? Über eine Scheinfirma. Eine gute Stunde dürfen die rund 40 Personen aus dem Wahlkreis Böblingen einen der wenigen Mitarbeiter des BND, der seine Identität preisgeben darf, mit Fragen löchern. Für viele Teilnehmer der politischen Bildungsfahrt nach Berlin, zu der die Bundestagsabgeordnete Jasmina Hostert eingeladen hatte, wird der Besuch im Besucherzentrum des BND das große Highlight der Reise werden. Doch vom 18. bis 21. März standen noch weitere Programmpunkte auf dem Plan.
Bei einer Stadtrundfahrt am Donnerstag lernten die Teilnehmer die verschiedenen Bezirke Berlins und ihre bewegende Geschichte kennen. In der Landesvertretung Baden-Württemberg informierten sie sich über die Arbeit des Bundesrats. Das Dokumentationszentrum Topographie des Terrors erwartete die Gruppe auf den Überresten der ehemaligen Gestapo-Zentrale mit reichlich Informationen zum Terror des NS-Staates.
Ein besonderes Highlight und Bestandteil jeder politischen Bildungsreise ist der Besuch im Deutschen Bundestag und das Gespräch mit der einladenden Abgeordneten. So begrüßte Jasmina Hostert die Besucher im Paul-Löbe-Haus. „Es ist schön, so viele engagierte Menschen aus dem Wahlkreis hier in Berlin zu sehen“, freute sich Jasmina Hostert über den Besuch. Neben Vertretern des Jugendrotkreuzes aus Aidlingen, die beim JRK-Bundeswettbewerb 2024 den ersten Platz erreicht hatten, waren auch Mitglieder der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, des Percussion Ensembles Herrenberg und des Bürgervereins Goldberg unter den Teilnehmern. „Ehrenamtliches Engagement füllt unsere Gemeinschaft mit Leben und hält sie zusammen“, erklärt Hostert, „Mit der Einladung nach Berlin wollte ich dieses Engagement würdigen.“
Anschließend konnte die Gruppe im Reichstag auf der Besuchertribüne die Sitzung des Deutschen Bundestags verfolgen und hatte Glück, dabei auf einen spannenden Tagesordnungspunkt zu treffen. Eine Aktuelle Stunde nahm die in den Medien kontrovers diskutierte Entscheidung des Kulturstaatsministers Wolfram Weimer in den Blick, drei Buchhandlungen vom Deutschen Buchhandlungspreis auszuschließen.
Für die Teilnehmer bot die Reise einen kurzen, aber sehr intensiven Einblick in das politische Berlin. „Es macht einen großen Unterschied, ob man die Bundespolitik nur aus den Medien kennt oder persönlich vor Ort miterlebt“, sagt Jasmina Hostert, „Ich habe mich sehr über den Besuch gefreut und hoffe, dass alle viele persönliche Eindrücke von dieser Reise mitgenommen haben.“




