

Sindelfingen. Ob Dienstleistung, Handwerk, Industrie oder schulische Weiterbildung – die Bandbreite der 40 Aussteller lockte am Samstag rund 1 800 Jugendliche und Eltern in die Sindelfinger Stadthalle.
„Das deutlich gestiegene Interesse zeigt uns, wie wichtig eine Veranstaltung dieser Art ist“, sagte die Röhm-Medien-Auszubildende Emily Henne, die die Messe gemeinsam mit Emma Beelmann und Markus Gruber von Röhm-Medien vorbereitet hatte.
„Gemeinsam mit den Kooperationspartnern und Ausstellern wollen wir junge Menschen frühzeitig mit den Betrieben in unserer Region zusammenbringen“, sagte SZ/BZ-Verleger Dr. Christian Röhm bei seiner Begrüßung. „Wir wollen mit unserer Messe erreichen, dass Jugendliche Orientierung bekommen, Menschen kennenlernen, mit denen sie später arbeiten werden, und Erfahrungen aus erster Hand von aktuellen Auszubildenden hören.“ Erstmals waren die Sindelfinger Wirtschaftsförderung und das Netzwerk Schule-Wirtschaft als Kooperationspartner mit dabei.
Als wertvolle Plattform bezeichnete Felix Rapp, Geschäftsführer der Sindelfinger Wirtschaftsförderung, die Azubi-Messe und betonte, dass eine gute Ausbildung das Fundament für Fachkräfte im eigenen Betrieb und in der Region sei.
„Uns sind regionale Messen besonders wichtig. Sie haben Strahlkraft in die Region, und wir als Netzwerk unterstützen dabei sowohl Betriebe als auch Schulen, um Formate zur Information rund um Berufswahl und Praktika anzubieten“, sagte Jörg Veit, der für Personal und Ausbildung zuständige Geschäftsführer des Holzgerlinger Unternehmens Elektro Breitling.
Mit dem sogenannten Azubi-Quest ging die Messe neue Wege – ein Konzept, das bei allen Ausstellern gut ankam. Wer als Schüler einen Kleber für seine Karte erhalten wollte, musste an den Ständen etwas ausprobieren, sich informieren und konnte mit einer vollständig ausgefüllten Karte einen Gutschein vom Breuningerland Sindelfingen gewinnen.
„Bei uns mussten die Schüler eine Serviette nach Vorlage falten. Das kam sehr gut an, und ganz ungezwungen konnte man sich dabei unterhalten“, sagte Sabine Kramer vom Sindelfinger Hotel Erikson. Sie freute sich besonders darüber, dass viele Jugendliche gezielt nach einer Ausbildung als Koch fragten oder sich für ein Praktikum interessierten.
Am Stand von Mercedes-Benz konnten Jugendliche virtuell einen Lackierversuch unternehmen. An anderen Ständen drehte sich alles um medizinische Berufe. Ob Zahnhygiene oder die Frage, wie es eigentlich in unserem Körper aussieht – es galt, interessante und abwechslungsreiche Aufgaben zu lösen, die einen ersten Einblick in mögliche Ausbildungsberufe gaben.
Ob gezielt einzelne Stände angesteuert wurden oder um sich zunächst einen Überblick zu verschaffen: Positiv fiel den Ausstellern auf, dass die Schüler offen und interessiert waren. „Es kamen auch Schüler ganz gezielt mit Fragen zu unserem Ausbildungsportfolio, das ja nicht nur den medizinischen Bereich beinhaltet“, hieß es am Stand des Tübinger Universitätsklinikums.
„Ein Besuch bei der Azubi-Messe kann durchaus in eine Ausbildung münden“, so die Aussage am Stand der Herrenberger Firma Kuder CNC-Technik. Oliver Pister hatte über die letztjährige Messe zunächst ein zweitägiges Praktikum als Maschinen- und Anlagenführer absolviert und im vergangenen Jahr seine Ausbildung begonnen.
Welche Möglichkeiten sich nach der allgemeinbildenden Schule eröffnen, zeigten unter anderem die Schulen des Internationalen Bundes. Neben dem Angebot weiterführender Schulen informierte der Bildungsträger auch über Ausbildungsberufe der Medizinischen Akademie.
Auch bei der 14. Auflage der Azubi-Messe war der Kreisseniorenrat mit seinem Angebot vertreten. Praktische Hilfe rund um Bewerbungen gehörte ebenso dazu wie Gespräche über allgemeine Fragen: Was möchte ich, was kann ich gut und welche Berufe interessieren mich persönlich?
„Vereinzelt hatten Schüler ihre kompletten Unterlagen dabei, da konnten wir ganz konkrete Hilfestellung geben. Andere kamen mit einzelnen Fragen auf uns zu“, sagte Hans-Werner Nosbüsch. Er war es auch, der mit einem Kurzvortrag das Messeprogramm bereicherte.
„Die Vorträge kamen durchweg gut an und waren alle gut besucht“, so das Resümee von Anzeigenleiter Markus Gruber von Röhm-Medien.




