

Böblingen. Das schrägste Haus der Stadt zeigt seinen Besuchern zwei- und dreidimensionale Objekte, Dinge, Schätze, Kunstwerke und allerlei Wundersames. Die Faustregel fürs Besichtigen der Ausstellungen lautet: Zweidimensionales hängt an den Wänden, Dreidimensionales steht rum. Inzwischen gibt es aber auch ein völlig anderes 3D-Erlebnis – das Museum und seine Sammlungen haben eine ganz neue, unbekannte Welt bezogen und sich darin sehr gut eingerichtet.
Seit Mai 2022 steht das Deutsche Fleischermuseum mit allen sechs Ausstellungsetagen des Vorder- und Hinterhauses vom Keller bis zum zweiten Stock täglich rund um die Uhr („twenty-four-seven“) der ganzen Welt auch im Internet kostenlos offen.
Das Böblinger Unternehmen „Get VizueI“ hat alles gescannt und macht damit auch in Zukunft weiter. Die Verwandtschaft von weit weg, die Nachbarin vom Haus gegenüber, der tibetische Bergmönch, texanische Cowgirls, Early Adopter in Kuala Lumpur, schlafmützige sardinische Couchpotatoes, Veggies, Veganer*innen und Carnivoren*innen – alle können hier jetzt immer und jederzeit nach dem Rechten oder einfach auch nur so reinschauen, wenn sie Netzanschluss haben. Stundenlanges Flanieren im Museum von zu Hause ist genauso möglich wie ein kurzes Reinspicken vor dem echten und analogen Besuch mit Großtante Erika am Folgetag (damit es etwa so aussieht, als wäre man schon voll oft dagewesen).
Museumsleiter Dr. Christian Baudisch ist begeistert: „Und die dreidimensionale digitale Web-Wunderkammer wächst und wächst mit jeder neuen Sonderausstellung weiter, immer weiter. Denn ab jetzt werden die alle gescannt, hochgeladen und dann stehen die da quasi für alle Ewigkeiten.“
Wo ist das Online-3D-Erlebnis? Hier: www.fleischermuseum.boeblingen.de aufrufen, Reiter „Museum“ anklicken, dann „Museum 3D“ öffnen.




