

Böblingen. Wer sind die, die da im Wald jagen, pirschen, hegen und pflegen? Was machen die da genau, wieso, weshalb, warum? Da alle, die nicht fragen, bekannterweise „dumm“ bleiben, kommt der „Oberste Jäger Böblingens“, der Vorsitzende der Kreisjägervereinigung Böblingen, ins Deutsche Fleischermuseum. Der Handwerksunternehmer Claus G. Kissel ist Jahrgang 1966 und geht seit 1986 in Ehningen zur Jagd, meist mit seinen beiden deutschen Bracken.
Es gibt einen bebilderten Vortrag über die Jagd in den Wäldern um Böblingen und anderswo, Grundsätzliches und Tiefschürfendes, Jägerlatein (natürlich nur ein bisschen), Neues für Fachfremde und Fachleute gleichermaßen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, den Referenten nach allem zu fragen, was er (noch) nicht gesagt hat. Ausklingen wird der Abend mit einem Ständerling, bei dem alle Anwesenden sich gern und entspannt über das Gehörte austauschen können.
Wann sagt man eigentlich „Halali“? Wann ist ein „Weidmannsheil“ angebracht? Was mögen Jäger und Jägerinnen gar nicht? Wie heißen die Hunde von Claus G. Kissel? Was war das Lustigste und was die größte Panne, die ihm im Wald passiert sind? Wie wichtig sind bei der Jagd die persönliche ethische und moralische Einstellung zum Töten? Warum jagt man eigentlich? Abenteuerlust? Hunger? Tierliebe? Wie schlimm ist der bürokratische Aufwand? Wie fange ich eigentlich an? Jagen Jägerinnen anders?
Der Eintritt ist frei. Getränke werden für eine angemessene Spende an den Museumsverein ausgegeben.



