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Bildung und Gemeinschaft

Böblingen: Ein Ort der Vielfalt und Begegnung

Der Interkulturelle Garten in Böblingen ist barrierefrei. Umsetzung durch das Tiefbau- und Grünflächenamt der Stadt.
Von Ronald Lars
Der Interkulturelle Garten befindet sich zwischen Murkenbach und Brunnenstraße, direkt gegenüber dem Seilgarten-Spielplatz.

Der Interkulturelle Garten befindet sich zwischen Murkenbach und Brunnenstraße, direkt gegenüber dem Seilgarten-Spielplatz.

Bild: Stadt Böblingen

Böblingen. Seit mehr als zehn Jahren ist der Interkulturelle Garten in Böblingen ein lebendiges Beispiel dafür, wie gemeinsames Gestalten Menschen miteinander verbindet. Hier pflegt eine bunte Gartengemeinschaft Beete, Freundschaften und lebt die Vielfalt, die Böblingen ausmacht. Der Interkulturelle Garten befindet sich zwischen Murkenbach und Brunnenstraße, direkt gegenüber dem Seilgarten-Spielplatz.

Was als gemeinsames Gärtnern begann, hat sich längst zu einem Ort entwickelt, an dem Natur, Bildung und Gemeinschaft Hand in Hand gehen. Im Sommer werden Feste gefeiert, die Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammenbringen. Schulklassen kommen regelmäßig zu Lehr- und Lernstunden vorbei, um zu entdecken, wie Gemüse wächst und warum Insekten so wichtig sind. Auch praktische Kurse wie der jährliche Baumschnittkurs oder das gemeinsame Apfelsaftpressen aus der eigenen Ernte sind feste Bestandteile des Gartenjahres. Der Biodiversität wird ein besonderes Augenmerk gewidmet. Außerdem beteiligen sich die Mitglieder aktiv am „Tag der Erde“ und tragen so ihre Begeisterung für Umwelt, Klimaschutz und Nachhaltigkeit in die Stadtgesellschaft.

Barrierefreie Umgestaltung

Ein wichtiger Meilenstein wurde im vergangenen Jahr erreicht: Der Interkulturelle Garten wurde barrierefrei umgestaltet. Möglich wurde dies dank der professionellen Planung und Umsetzung durch das Tiefbau- und Grünflächenamt der Stadt Böblingen. Die Projektleiterinnen Birgit Seidler-Böhringer und anschließend Damla Sener aus der Abteilung Umwelt und Grünflächen koordinierten die Umgestaltung in enger Zusammenarbeit mit der Integrationsbeauftragten der Stadt, Dr. Annemarie Gronover – natürlich mit der tatkräftigen Unterstützung der engagierten Gärtner.

Was wurde verändert?

Der Eingangsbereich des Interkulturellen Gartens stellte bislang für Rollstuhlfahrer eine erhebliche Herausforderung dar. Unebene und lückenhafte Pflasterflächen sowie teils stark hervorstehende Steine beeinträchtigten sowohl die Verkehrssicherheit als auch die Barrierefreiheit.

Mit der nun abgeschlossenen Sanierung wurde der Bereich grundlegend überarbeitet. Durch eine angepasste Rampensteigung und die komplette Erneuerung des Pflasterbelags konnten die bisherigen Hindernisse beseitigt und ein barrierefreier Zugang geschaffen werden. Zusätzlich sorgt ein neu installiertes Geländer mit Radabweiser dafür, dass Rollstuhlfahrer den Eingang sicher nutzen können, ohne Gefahr zu laufen, seitlich abzurutschen.

Begrünte Rasengitterplatten

Die Rampe führt künftig nahtlos zu einem ebenfalls barrierefreien Weg, der das Gartenhaus erschließt. Dieser wurde mit Rasengittersteinen angelegt, sodass er auch bei schlechtem Wetter problemlos mit Kinderwagen, Bollerwagen, Fahrrädern oder Rollstühlen befahren werden kann, ohne im Boden einzusinken. Die begrünten Rasengitterplatten fügen sich zudem harmonisch in das Gesamtbild ein und wirken optisch dezent.

Die neue Barrierefreiheit ist mehr als ein bauliches Detail: Sie ist ein Zeichen dafür, dass Engagement und Teilhabe für alle offenstehen sollen. „Barrierefreiheit gehört sichtbar auch in das ehrenamtliche Engagement und setzt ein wichtiges Zeichen für eine offene Stadtgesellschaft“, betont die Behindertenbeauftragte der Stadt Böblingen, Nora Marr.