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Stadt und US-Army einigen sich

Böblingen: Eine Pirschgänge-Führung pro Jahr

Einmal im Jahr dürfen die historischen Pirschgänge auf dem US-Truppenübungsgelände künftig im Rahmen einer organisierten Führung öffentlich besichtigt werden. Darauf haben sich die Stadt Böblingen und die US-Standortverwaltung geeinigt.
Von Dirk Hamann
Blick in den restaurierten Pirschgang. Bild: Hamann

Blick in den restaurierten Pirschgang. Bild: Hamann

Böblingen. Einmal im Jahr dürfen die historischen Pirschgänge auf dem US-Truppenübungsgelände künftig im Rahmen einer organisierten Führung öffentlich besichtigt werden. Aus dem Gemeinderat vorgeschlagen wurde, den Termin für diese Führung immer auf den Tag des offenen Denkmals zu legen. Maximal 30 Menschen können ein einer dieser Führungen teilnehmen.

1737 erbaut

1737 wurden die Pirschgänge von Herzog Carl Alexander von Württemberg erbaut, um die Rotwild-Jagd zu erleichtern. Doch für die Jagd wurden sie nach dem Tod des Herzogs im gleichen Jahr nie verwendet. Ursprünglich waren sie im Böblinger Wald in einem 635 Meter langen überdachten Geflecht angelegt, 105 Meter davon sind noch erhalten. Eine ähnliche Anlage gibt es nur noch in Thüringen. Vor drei Jahren wurde das Denkmal für rund 170 000 Euro saniert, Stadt und Landkreis übernahmen davon jeweils rund 18 000 Euro. Die Stadt Böblingen hat sich dazu verpflichtet, die Instandhaltung der Pirschgänge bis 2030 zu übernehmen. Kosten: 6000 Euro pro Jahr.