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Protestaktion auf dem Rauhen Kapf

Böblingen: IBM-Mitarbeiter fordern 10 Prozent mehr Lohn

Verdi fordert für die rund 7000 bei der IBM in Deutschland Beschäftigten eine Entgelterhöhung von 10 Prozent, mindestens aber um 500 Euro mehr.
Von Dirk Hamann
IBM-Mitarbeiter protestieren am Dienstag  in Böblingen für mehr Lohn. Bild: Hamann

IBM-Mitarbeiter protestieren am Dienstag in Böblingen für mehr Lohn. Bild: Hamann

Böblingen. Eine Entgelterhöhung von 10 Prozent, mindestens aber um 500 Euro mehr. So lautet die Kernforderung der Gewerkschaft Verdi für die rund 7000 bei der IBM in Deutschland Beschäftigten. Außerdem sollen die Vergütungen für Auszubildende um 250 Euro erhöht werden, zudem fordert Verdie Einführung einer Mobilitätszulage. Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, trafen sich an die 200 IBM-Mitarbeiter am Dienstag zu einer ersten Protestaktion am IBM-Standort auf dem Rauhen Kapf. „Normalerweise arbeiten wir bis auf ein, zwei Tage in der Woche fast nur noch im Homeoffice“, sagte eine IBM-Mitarbeiterin. „Da ist es schon ein starkes Zeichen, dass heute doch so viele zusammengekommen sind.“

Gekommen sind die IBM-Beschäftigten, um Verdi bei den Tarifverhandlungen, die Ende März begonnen haben und um Donnerstag und Freitag fortgesetzt werden, den Rücken zu stärken. Die Arbeitgeberseite sei aktuell nicht willig, auf Gehaltsgespräche einzugehen, beschrieb Thomas Rieter, als Betriebsratsvorsitzender in der Tarifkommission, den aktuellen Verhandlungsstand – die Forderung der Beschäftigten seien bisher als unverhältnismäßig und realitätsfern abgetan worden. Das sehen die IBM-Beschäftigten, wie die protestierenden in Böblingen ganz anders: Wegen der stark gestiegenen Lebenshaltungskosten – aber auch, weil die IBM ihre Kunden laut Thomas Rieter unlängst über eine Preiserhöhung informiert hat, fordern sie eine spürbare Aufbesserung ihres Gehalts.