

Insgesamt wurden 116 Inszenierungen in sieben Kategorien eingereicht. „Die Produktion „In between“ hat bei der 17-köpfigen ehrenamtlichen Jury aus professionellen Theaterschaffenden und erfahrenen Amateuren herausragenden Eindruck hinterlassen“, heißt es in der Glückwunsch-E-Mail des Landesverbandes Amatheurtheater, der den Preis nun zum 5. Mal verliehen hat.
Die weiteren Nominierten in der Kategorie Theater mit Kindern und Jugendlichen waren die Junge Theaterakademie Offenburg mit „Robin Hood“ von Paul Barone und die Oberstufen-Theater-AG des Goldberg Gymnasiums Sindelfingen mit „Meine Leichen, deine Leichen“ von Royce Ryton in der Regie von Ulrike Fritz und Tobias Walldorf.
Die Freude bei den 10 Spielerinnen und Tänzerinnen des Projektensembles Tanztheater der DAT-Kunstschule ist groß: „Ich bin sehr stolz, dass wir den Preis gewonnen haben und freue mich besonders auf alles, was wir jetzt durch den Gewinn unternehmen dürfen, weil wir während der Pandemie auf so viele schöne Theater-Highlights verzichten mussten“, so Charlotte Rade (13 Jahre) – eine der Gewinner/-innen.
Was ist der Gewinn?
So freuen sich die Spieler jetzt besonders auf einen gemeinsamen Workshoptag mit allen anderen Preisträger/-innen im Oktober in Pforzheim samt Übernachtung und Verpflegung und die feierliche Preisverleihung am darauffolgenden Tag. Außerdem erhält die DAT-Kunstschule 2000 Euro Preisgeld.
„Gerne würde ich diese Summe für eine Folgeproduktion einsetzen, da ich mich sehr freue, dass der Plan, die interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen DAT Sparten zu stärken, solche Früchte getragen hat. Damit kommt das Geld auch direkt bei den Schüler/-innen an, die durch ihr unermüdliches Engagement und ihre hohe Professionalität maßgeblich zum Erfolg der Produktion beigetragen haben“, so Prisca Maier-Nieden, Leiterin der DAT-Kunstschule und Regisseurin der Produktion.
Auch Tanja Treffler, die Choreographin, ist begeistert: „Eine wichtige Stärkung der Kunst in diesen Zeiten und eine große Anerkennung für unsere künstlerische und pädagogische Arbeit an der Kunstschule!“
Oberbürgermeister Dr. Stefan Belz: „Der LAMATHEA 2021 freut mich sehr: Ich gratuliere unserer DAT-Kunstschule mit allen Beteiligten sehr herzlich zu diesem großen Erfolg und zu dieser besonderen Würdigung ihrer künstlerischen Arbeit.“
Rückblick auf Entstehung und Produktion
Begonnen hatten die Proben und die Entwicklung der Eigenproduktion bereits im März 2019, wo sich die Teilnehmenden, die bei einem Casting für diese besondere Zusammenarbeit ausgewählt worden waren, zu ersten Proben trafen.
Mit dem Tanztheaterprojekt sollten Kinder zwischen 10 und 13 Jahren aus zwei sonst getrennten Fachbereichen erstmals die Möglichkeit zur Zusammenarbeit und damit zum Blick über den Tellerrand des eigenen Fachbereiches bekommen. Ziel war es, die Spieler/-innen weitgehend in die Stückentwicklung mit einzubeziehen. So entstand eine Collage, die das Lebensgefühl der Teilnehmenden in den Mittelpunkt stellt:
Durchwirkt wird die Collage vom roten Faden der Geschichte um Mia: Bruder oder Freundinnen? Alte oder neue Freundschaften? Auch Mia fühlt sich zwischen allen Stühlen und dort sehr allein gelassen. Im Verlauf des Stückes erkennt sie und mit ihr die anderen „In betweenies“ um sie herum schließlich, dass der Mut, zu den eigenen Schwächen zu stehen, neue Freundschaften und Nähe ermöglicht.
Premiere der Produktion war im November 2019. „In between“ war im Anschluss bis Dezember im Städtischen Feierraum mit großem Zuspruch zu sehen. Die Rückmeldungen der Zuschauer/-innen waren so positiv, dass die Möglichkeit, Gastspiele auf Festivals auch außerhalb Böblingens zu geben, nahelag.
So bewarb sich die Gruppe erfolgreich um die Teilnahme an den Jugend-und Schultheatertagen Baden-Württemberg in Friedrichshafen (JUST-BW).
Das Projektensemble wäre zu Beginn der Pandemie im März 2020 mit diesem Stück eingeladen gewesen – ebenfalls eine besondere Auszeichnung, die nur 5 Theatergruppen mit Kindern in Baden-Württemberg erhielten. Das Festival musste dann aber leider Pandemie-bedingt abgesagt werden.




