

Tennis. Nach dem knappen 5:4-Sieg letzte Woche gegen Tübingen folgte gegen den Vorjahresmeister TC Ludwigsburg, ein Team mit fünf Ausländerinnen, der nächste Härtetest für die Württembergliga-Damen der SVB. In der ersten Einzelrunde konnte Polina Gumeniuk ihre Partie deutlich gewinnen, Pauline Glöckner musste aufgeben, Charlotte Bair eine klare Niederlage akzeptieren. In der zweiten Runde waren Stefaniya Pushkar, Anastasiya Zaparyniuk und Vicky Okon trotz tapferer Gegenwehr jeweils in zwei Sätzen unterlegen. Die Begegnung war beim Stand von 1:5 entschieden, daran konnten auch die beiden Doppelpunkte zum 3:6-Endstand nichts mehr ändern.
Cheftrainer Nils Muschiol zeigte sich sportlich fair: „Ludwigsburg war das bessere Team und hat verdient gewonnen, das müssen wir akzeptieren. Verletzungsprobleme haben unsere Situation erschwert, waren letztlich jedoch nicht ausschlaggebend für die klare Niederlage.“
Nach dem erwartet klaren Auftakterfolg in Metzingen hatten die SVB-Herren den als Titelkonkurrenten eingestuften TEV RW Fellbach zu Gast. Das Team hat durch die Zugänge von Ex-Profi Yannick Maden (beste ATP-Rangliste: 96) und Maximilian Scholl (zuvor TEC Waldau, Regionalliga) auf den Spitzenpositionen ein besonderes Profil bekommen. Die Partie in Fellbach ging im letzten Sommer nach drei Doppelniederlagen mit 4:5 verloren. Schon die erste Einzelrunde zeigte den Kampfgeist der Böblinger: Amar Tahirovic gewann nach dominant geführtem Match erstmals gegen Scholl. Numa Lemieux-Monette holte nach einem Riesenkampf einen 10:4-Match-Tiebreak-Sieg, und Mathis Dahler drehte mit bekannter Topmentalität den ersten Satz nach 1:5-Rückstand in einen 7:5-Sieg, dem ein deutlicher zweiter Satz folgte. 3:0-Führung für die SVB.
In der zweiten Runde musste Aaron Funk dem routinierten Maden gratulieren, während Kim Niethammer und Moritz Münster jeweils die ersten Sätze knapp, die zweiten deutlicher gewannen. Beim 5:1-Zwischenstand stand die Revanche für die Vorjahresniederlage fest und wurde durch drei zusätzliche Doppelpunkte veredelt. Ein in der Höhe nicht erwarteter 8:1-Erfolg der SVB-Herren, der die Tabellenführung in der Württembergliga bedeutet.
Coach Nils Muschiol würdigte: „Unser Team ist über Jahre zu einer Einheit zusammengewachsen. Auch die Niederlage im letztjährigen ‚Endspiel‘ um den Titel gegen den TEC Waldau hat uns eher stärker und zielorientierter gemacht. Die Jungs ackern unter der Woche zusammen für den Erfolg. Das Ergebnis ist, dass sie in solch einer Schlüsselpartie gegen den Titelkonkurrenten Fellbach so gut wie jedes umkämpfte Satzende auf ihre Seite ziehen können. Der Erfolg ist auch in dieser Höhe kein Glück, sondern das Produkt des Teamspirits und harter gemeinsamer Arbeit.“
Am kommenden Sonntag, 05. Juli, warten die nächsten Aufgaben. Während die Damen zuhause im Zimmerschlag um 10 Uhr die zweite Mannschaft des TC BW Vaihingen-Rohr erwarten, haben die Herren auswärts beim TC Doggenburg eine weitere richtungsweisende Partie im Kampf um den württembergischen Titel vor sich.




