

An einer exponierten Stelle entsteht ein Sechsfamilienhaus: in der „Neuen Straße“ 20 und 22 in Gärtringen. Auf einem dieser beiden Grundstücke kam es im Mai zu einem Brand, bei dem eine 89-jährige Frau an einer Rauchgasvergiftung starb.
Dieses private Grundstück und ein benachbartes gemeindeeigenes Grundstück werden nun zusammengeführt, um eine ansprechende Bebauung ermöglichen zu können. „Es ist ein ganz wichtiges Schlüsselgrundstück am Ortseingang“, sagte Bürgermeister Thomas Riesch.
Die Gemeinde und die privaten Eigentümer haben die Flächen an einen Bauträger verkauft. „Es war nicht leicht, jemanden zu finden, der solch ein schmales Grundstück bebaut“, sagte Riesch. Der Nagolder Bauträger Frey und Ciger wagt sich an diese Herausforderung.
Gebaut werden soll dort ein Sechsfamilienhaus. Der Technische Ausschuss hatte darüber zu befinden, ob sich das Vorhaben in die nähere Umgebung einfügt – einen qualifizierten Bebauungsplan gibt es dort bisher nicht. „In der Neuen Straße stehen sonst eher kleinere Gebäude, aber wir sehen den Neubau eher dem Nordbereich in Richtung Feuerwehrhaus zugehörig“, sagte Bauamtsleiter Gert Gaebele.
Auch die Mitglieder des Technischen Ausschusses äußerten keine Einwände – ganz im Gegenteil. „Das Baugesuch ist eine Initialzündung. Das einzig Positive an dem schrecklichen Unglück war, dass man nun zwei Grundstücke zusammenführen und innerörtliche Nachverdichtung in Reinkultur verwirklichen kann“, meinte Matthias Bock (Freie Wähler). Auch die anderen Fraktionen halten das Konzept für gelungen. „Die Pläne machen einen guten und futuristischen Eindruck“, gab Uli Zinser (FDP) seine Eindrücke wieder.
Möglicherweise stehen in diesem Bereich weitere Änderungen bevor: Bürgermeister Thomas Riesch brachte einen Tempo-30-Abschnitt ebenso ins Spiel wie ein Sanierungsgebiet. Die letzte Ortskernsanierung widmete sich der Villa Schwalbenhof, das nächste Projekt beinhaltet die zu sanierende Ludwig-Uhland-Halle.
Ein Förderantrag dafür ist noch nicht gestellt – dazu muss zuerst der Gemeindeentwicklungsplan abgeschlossen sein. Fördermittel für die Uhland-Halle könnten also frühestens im Jahre 2019 fließen, möglicherweise aber auch erst später.




