

Sindelfingen. Was 2012 bereits unnötig war und damals von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) angeleiert wurde, findet jetzt eine Fortsetzung. Einzelne Gemeinden wie die Stadt Sindelfingen kämpfen für ein eigenes Kennzeichen. Die Begründung: Die Maßnahme soll die „regionale Identifikation und Verbundenheit“ stärken. Was für ein Blödsinn!
Sogar der Bundesrat hat sich am 6. März 2026 in seiner 1062. Sitzung damit befasst und den Vorstoß aus Hessen, mit viel Unterstützung aus Baden-Württemberg, abgesegnet. Darauf hat der geneigte Bürger schon lange gewartet, denn endlich kann man sich auch bei der Fahrt mit dem eigenen Auto seine Herkunft stolz und prestigeträchtig um den Hals hängen.
Die vergangene Wahl im Ländle hat den Politikern offenbar noch nicht genug das Misstrauen und die Unsicherheit der Bürger suggeriert. Anders ist es kaum zu erklären, wieso nicht die wirklich wichtigen Themen im Bundesrat diskutiert und angepackt werden, um verlorengegangenes Vertrauen zurückzugewinnen.
Immerhin eine Berufsgruppe wird sich die Hände reiben. Bei den Herstellern von Autokennzeichen wird schon wie ab November 2012 die Kasse klingeln. Natürlich ganz im Sinne der regionalen Identifikation und Verbundenheit.


