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Carillon

Das Carillon ist ein spielbares Glockenspiel, das seit dem 17. Jahrhundert zunächst vor allen in den Niederlanden, Belgien und Nordfrankreich verbreitet war. Allein in Rotterdam sind drei Carillons aufgehängt – das größte im Stadhuis mit 63 Glocken, das kleinste in der Pilgerväterkirche mit 44 Glocken.

Letzteres entspricht von der Anzahl der Glocken her ungefähr der Glockenspiele in Böblingen und Sindelfingen mit 35 beziehungsweise 40 Glocken. Als größtes Carillon Europas gilt das im Roten Turm in Halle mit 81 Glocken, die 46,5 Tonnen auf die Waage bringen. Das Geläut im Böblinger Rathausturm wiegt gerade mal 1,9 Tonnen.

Während die Glockenspiele in Böblingen und Sindelfingen zurzeit schweigen, ist das in Herrenberg täglich zu hören: um 8, 10, 11, 12, 15, 16 und um 18 Uhr. Wie das Carillon im Glockenmuseum klingt, ist unter www.glockenmuseum-stiftskirche-herrenberg.de/glocken/carillon zu hören. Heute Abend, 17 bis 18 Uhr, gibt der Glockenist Toru Takao ein Konzert auf dem Herrenberger Carillon mit seinen 50 Glocken. Die sind am besten im Kirchhof zu hören. Der Eintritt kostet 5 Euro. – jj –