

Die Baubürgermeisterin (Bild: Archiv) ist damit eine von derzeit sieben Mitarbeitern im Sindelfinger Rathaus, die mit dem Corona-Virus infiziert sind. Der Erste Bürgermeister Christian Gangl ist ebenso wie ein Dutzend Mitglieder des Verwaltungsausschusses noch in Quarantäne (die SZ/BZ berichtete). Auch Schüler und Kinder sind von der Pandemie betroffen. Mehrere Schulklassen in Sindelfingen und Maichingen und drei Kita-Gruppen befinden sich ebenfalls in häuslicher Quarantäne, berichtet Rainer Just im Gemeinderat aus dem städtischen Krisenstab.
Auch insgesamt ist die Corona-Lage in Sindelfingen „sehr ernst und spitzt sich eher zu“, sagt Oberbürgermeister Dr. Vöhringer am Dienstag zu Beginn der Gemeinderatssitzung. Mit Stand vom Montag gab es in Sindelfingen 149 Infizierte, so Rainer Just. Was den Verantwortlichen im Rathaus Sorgen macht, ist die dynamische Entwicklung der Zahlen. Am Dienstag kamen 44 Corona-Patienten hinzu. Doch es kommen auch gute Nachrichten. Derzeit gibt es in den Gemeinschaftsunterkünften der Stadt keine Corona-Infizierten. Im Gegensatz zu anderen Mittel- und Großstädten klappt in Sindelfingen auch die Nachverfolgung von Corona-Fällen. „Wir sind auf dem aktuellen Stand“, sagt Rainer Just über die Arbeit im Rathaus.
Der Lockdown und die damit verbundenen Kontaktbeschränkungen haben auch wieder Auswirkungen auf die Arbeit des Stadtparlaments. Der Gemeinderat tagte gestern rein digital im Rahmen einer Videokonferenz. Das ist nach einer neuen Verordnung des Innenministeriums dann möglich, wenn die Stadträte und die Verwaltung nicht unter sich bleiben, sondern die Sitzung auch an einen Präsenzort übertragen wird. Zu sehen und zu hören waren die Stadträte gestern auf einer großen Videowand im Oberlichtsaal der Stadtbibliothek. Das Interesse war spärlich. Nicht einmal eine Handvoll Bürger folgte der Live-Übertragung.
Sitzungen nur noch digital
So wird es in den kommenden Wochen weitergehen, kündigte Dr. Vöhringer an. „Alle Sitzungen finden digital statt“, so der OB. Und einiges geht nicht wie geplant über die Bühne. Die für diese Woche angekündigte Klausurtagung zur Haushaltskonsolidierung findet nicht statt. Nach hinten geschoben wird auch die Einbringung des Doppel-Haushalts 2021/2022. Was eigentlich noch für Dezember vorgesehen war, kommt jetzt erst im Frühjahr 2021 auf den Tisch.




