Das dritte interkulturelle Fastenbrechen in Böblingen
Böblingen. Bereits zum dritten Mal hat der SPD-Stadtverband Böblingen gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Florian Wahl zum interkulturellen Fastenbrechen eingeladen. Zahlreiche Gäste aus Politik, Kirchen, Moscheegemeinden, Vereinen und der Bürgerschaft folgten der Einladung ins Arbeiterzentrum Böblingen.
„Gerade in Zeiten, in denen gesellschaftliche Debatten oft polarisiert geführt werden und Religion nicht selten zur Abgrenzung missbraucht wird, ist es umso wichtiger, Räume der Begegnung zu schaffen“, betonte Florian Wahl in seiner Begrüßung. „Ein gemeinsames Fastenbrechen ist mehr als ein gemeinsames Essen. Es ist ein Ausdruck von Respekt, Dialogbereitschaft und dem Willen, einander zuzuhören.“
Der Ramadan ist für viele Muslime eine besondere Zeit der Besinnung, der Gemeinschaft und der Solidarität. In diesem Jahr überschneidet er sich nahezu mit der christlichen Fastenzeit – ein Umstand, den Wahl als starkes Symbol hervorhob: „Diese zeitliche Nähe macht sichtbar, dass die großen Religionen bei aller Unterschiedlichkeit gemeinsame Werte teilen: Selbstreflexion, Verantwortung füreinander, Achtsamkeit und Mitmenschlichkeit.“
„Bestandteil demokratischer Kultur“
Unter den Gästen befanden sich unter anderem Oberbürgermeister Dr. Stefan Belz, der evangelische Dekan Markus Frasch, der SPD-Kreisvorsitzende Samet Mutlu sowie zahlreiche Gemeinderäte aus Böblingen und Sindelfingen. Vertreter muslimischer Gemeinden und Initiativen – darunter die DITIB Sindelfingen sowie der Verein „Vision für ein besseres Miteinander“ – nahmen ebenso teil wie zahlreiche Bürger.
Den inhaltlichen Impuls des Abends gestaltete Gökcen Tamer-Uzun von der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Die Religionspädagogin gehört zu den Pionierinnen des islamischen Religionsunterrichts in Baden-Württemberg und hat seit 2007 maßgeblich am Aufbau des Studiengangs Islamische Theologie und Religionspädagogik mitgewirkt.
In ihrem Vortrag zum Thema „Zusammenhalt ist kein Selbstläufer – religiöser Dialog und Verantwortung in polarisierten Zeiten“ machte sie deutlich, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt aktiv gestaltet und immer wieder neu erarbeitet werden müsse. Religiöser Dialog sei dabei kein Beiwerk, sondern ein zentraler Bestandteil einer demokratischen Kultur, die auf Respekt, Bildung und gegenseitigem Verständnis aufbaue.
Florian Wahl unterstrich in seinem Schlusswort die politische Dimension des Abends: „Als SPD stehen wir für ein solidarisches Gemeinwesen – für gleiche Rechte, gleiche Würde und gleiche Chancen, unabhängig von Religion, Herkunft oder Lebensweise. Unser interkulturelles Fastenbrechen ist nicht nur eine schöne Tradition, sondern auch ein klares politisches Signal: Wir stehen für Zusammenhalt statt Spaltung.“

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