

Nach einem aufwändigen Bewerbungs- und Prüfverfahren erhält das GiPS diese Auszeichnung, weil sich der bilinguale Schulzug mit der Möglichkeit des Doppelabiturs AbiBac „in besonderer Weise um die Vermittlung der französischen Sprache und Kultur verdient gemacht“ habe, wie es in der Begründung der vom französischen Außenministerium beauftragten Jury heißt.
Insgesamt sind 456 Schulen aus 60 Staaten Mitglied dieses Netzwerks. In Baden-Württemberg ist das GiPS die siebte Schule, die diese besondere Auszeichnung erhält. Der bilinguale Französischzug ist am Pfarrwiesen seit langem etabliert, dazu kommen zahlreiche binationale Aktivitäten. Jedes Jahr bereiten Sindelfinger und Straßburger Schüler gemeinsam die Geschichtsprüfung bei einer mehrtägigen „Drittortbegegnung“ vor, das „France Mobil“ macht mit motivierenden Angeboten häufig am GiPS Station und durch die Schulpartnerschaft mit dem Collège Saint Spire in Sindelfingens Partnerstadt Corbeil-Essonnes wird Europa für die Bili-Schüler konkret erlebbar.
So durfte am 11. November 2018 Simon Schütz, damals Neuntklässler im bilingualen Zug am GiPS, beim offiziellen Gedenken zum 100. Jahrestag des Endes des Ersten Weltkrieg in Corbeil-Essonnes eine bewegende Rede halten und die deutsch-französische Schülergruppe sang anschließend „Freude schöner Götterfunken“ auf Deutsch. Alle diese besonderen Aktivitäten und die große Zahl an AbiBac-Absolventen führten zur Verleihung des „Label-Franc-Education“.
Und ein besonderes Schmankerl vermittelt das Institut Francais in Stuttgart zur Feier der Verleihung des Zertifikats: Eine Gruppe von Abibac-Schülern wird im März mit der französischen Botschafterin in Berlin, Anne-Marie Descôtes sprechen können. Themen bei dieser Online-Begegnung wird es sicher genug geben, denn die Zukunft der deutsch-französischen Beziehungen ist auch in Corona-Zeiten von besonderer Bedeutung.




