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Böblingen: Der neue Betriebshof der Schönbuchbahn wächst / Verbindung zwischen Bahnnetz und Schönbuchbahn noch ungelöst

Das Problem mit der Schnittstelle

Mit Beton, Baustahl und Baggern sind die größten Baustellen der Schönbuchbahn nicht zu beheben. Dazu bedarf es offensichtlich Verhandlungsgeschick und Hirnschmalz. Zwar wächst der neue Betriebshof der Schönbuchbahn am Böblinger Bahnhof Abschnitt für Abschnitt seiner Vollendung entgegen, doch wie das gute Stück und das Gleis der Schönbuchbahn einmal an das Bundesbahnnetz angeschlossen wird, steht noch in den Sternen. Die Schönbuchbahn wird künftig von einem modernen elektronischen Stellwerk aus gesteuert. Das Leit- und Sicherheitssystem der Bundesbahn im Böblinger Bahnhof ist technisch allerdings schon in die Jahre gekommen. Das Problem ist die Schnittstelle zwischen beiden Systemen, die einen sicheren Wechsel zwischen dem Schönbuchbahn- und Bundesbahn-Netz gewährleistet. „Die beiden Systeme zusammenzubringen, ist nicht ganz einfach. Das muss der Hersteller erst bauen“, sagt der Eisenbahn-Experte Kurt Retter, der den Zweckverband seit Jahren berät. Dazu wissen die Schönbuchbahner derzeit noch nicht, wann sie ihre neue Linie unter Strom setzen können. Dazu brauchen sie die Bundesbahn. Denn Bahnstrom hat eine andere Spannung und Frequenz als die normale Stromversorgung. Doch die Bahn ist ein großer Konzern und es ist eine Frage der Zeit, bis für den Bedarf der Schönbuchbahn Grünes Licht gegeben wird. Dies hat Auswirkungen darauf, wann die Schönbuchbahn – zunächst mit ihren Dieselfahrzeugen – den Betrieb wieder aufnehmen kann. „Läuft es gut“, sagt Zweckverbands-Geschäftführer Reinhold Bauer, „können wir nach den Herbstferien in diesem November wieder fahren.“ Läuft es schlecht, wird es wohl Anfang 2019 (ausführlicher Bericht folgt). – jj –/Bild: Jung