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Den Rasern das Handwerk legen

Von Daniel Krauter

Von Daniel Krauter

Stationäre Blitzer: Haushaltssanierung, Abzocke, Bürger-Bevormundung: Bei stationären Blitzern kochen schnell die Emotionen hoch. In Böblingen gibt es sie schon lange, nun zieht die Stadt Sindelfingen mit dem ersten stationären Blitzer in der Neckarstraße nach.

Auf der Mahdentalstraße in Sindelfingen haben sich zwei Männer aus Stuttgart am 17. Dezember des vergangenen Jahres nachts gegen 2.20 Uhr ein Autorennen geliefert. Sie überholten einander in waghalsigen Manövern bei Tempo 100 (die SZ/BZ berichtete). Glücklicherweise folgte eine Polizeistreife den Fahrzeugen und dokumentierte detailliert die Überholvorgänge oder Ausbremsversuche.

Das ist nur ein Beispiel, das für stationäre Blitzer spricht: Sie entlasten die Polizei und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Der Vorteil einer stationären Anlage ist, dass sie zu jeder Tageszeit messen kann. Gerade nächtlichen Rasern wird so das Handwerk gelegt. Eine mobile Anlage, die von Mitarbeitern der Stadt betrieben wird, kommt nachts extrem selten zum Einsatz. Außerdem sind die Kosten für die Stadt höher. Ein stationärer Blitzer schlägt mit einmaligen Kosten je nach Ausstattung zwischen 80 000 und 120 000 Euro zu Buche.

Daniel.Krauter@szbz.de