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Sindelfingen

„Der ‚Sindolf‘ kann ein wichtiger Türöffner sein" 

SZ/BZ-Interview mit Felix Rapp, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Sindelfingen GmbH, über den Wirtschaftspreis.
Von Daniel Krauter

Sindelfingen. Die Stadt Sindelfingen und die Wirtschaftsförderung Sindelfingen GmbH (WSG) zeichnen herausragende Sindelfinger Unternehmen mit dem Wirtschaftspreis „Sindolf“ aus. Darüber sprach die SZ/BZ mit Wirtschaftsförderer Felix Rapp.

Der Wirtschaftspreis „Sindolf“ wird bereits zum dritten Mal verliehen. Damit ist er etabliert, oder?

Felix Rapp: "Ja, der Wirtschaftspreis ist inzwischen in der Sindelfinger Unternehmenslandschaft etabliert und bekannt. Immer mehr Unternehmen sehen ihn als wertvolle Anerkennung und als Möglichkeit, ihr Engagement sichtbar zu machen."

Warum haben Sie den Wirtschaftspreis eigentlich „Sindolf“ genannt?

Felix Rapp: "Der Alemannen-Herrscher „Sindolf“ gilt als Gründervater der Stadt Sindelfingen, wobei er mehr Namenspatron als tatsächlicher Gründer war. Ursprünglich war der Wirtschaftspreis als reiner Gründerpreis geplant, daher lag der Name nahe. „Sindolf“ gibt unserem Preis ein Gesicht und steht symbolisch für Identität und Verbundenheit mit unserer Stadt. Er verbindet Tradition mit Zukunft und passt damit perfekt zu unserem Wirtschaftspreis."

In welchen Kategorien wird der Wirtschaftspreis verliehen? Gibt es Änderungen zum Vorjahr?

Felix Rapp: "Der Wirtschaftspreis wird in vier Kategorien verliehen, die die Vielfalt unseres Standorts widerspiegeln. Wie im vergangenen Jahr verleihen wir Preise in den Kategorien „Unternehmer/in des Jahres“ sowie „Gründerinnen und Gründer“. Der Preis für „Junge Talente“ richtet sich an die besten Nachwuchskräfte und ist neu. Auch der Sonderpreis „Made in Sindelfingen“ wird in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen und geht an ein Unternehmen, dessen Produkte oder Dienstleistungen besonders eng mit unserer Stadt verbunden sind."

Wie viele Bewerbungen sind insgesamt eingegangen?

Felix Rapp: "Wir haben für jede der Kategorien beeindruckende Bewerbungen erhalten. Besonders erfreulich ist, dass viele Unternehmen proaktiv auf uns zugekommen sind. Das zeigt uns, dass der „Sindolf“ bei den Unternehmerinnen und Unternehmern zunehmend bekannter ist. Der „Sindolf“ wird in der Wirtschaft wahrgenommen und gilt als attraktive Plattform, um Leistungen sichtbar zu machen."

Die Jury ist umfangreich. Wie setzt sie sich zusammen und warum?

Felix Rapp: "Die Jury vereint Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Handwerk, Medien und Gesellschaft. Mit dabei sind Vertreterinnen und Vertreter der Kreissparkasse, Volksbank, der GHV Sindelfingen und Maichingen, Röhm-Medien, der Kreishandwerkerschaft Böblingen, der Bürgerstiftung sowie der IHK. Den Juryvorsitz hat Oberbürgermeister Markus Kleemann inne. Diese Vielfalt stellt sicher, dass die Entscheidungen nicht nur fachlich fundiert, sondern auch breit getragen sind – von Menschen, die die lokale Wirtschaft aus unterschiedlichen Perspektiven kennen."

Welche Faktoren waren für die Jury ausschlaggebend bei der Nominierung?

Felix Rapp: "Im Mittelpunkt standen die unternehmerische Leistung, Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit. Besonders wichtig war uns der Beitrag, den die Nominierten für Sindelfingen leisten – sei es durch Arbeitsplätze, Ausbildung, gesellschaftliches Engagement oder innovative Geschäftsmodelle. Beim Sonderpreis „Made in Sindelfingen“ lag der Fokus auf der Verbindung zwischen Produkt, Marke und Stadt sowie der Frage, welche überregionale Wirkung von Sindelfingen ausgeht."

Welche Bedeutung hat der Wirtschaftspreis „Sindolf“ für den Wirtschaftsstandort Sindelfingen?

Felix Rapp: "Der „Sindolf“ rückt die Menschen und Unternehmen ins Rampenlicht, die Sindelfingen prägen und unseren Wirtschaftsstandort bereichern. Er hebt Menschen hervor, die mutig, kreativ und engagiert handeln. Für junge Unternehmen oder Talente kann die mediale Aufmerksamkeit und das Netzwerken im Rahmen der Verleihung ein wichtiger Türöffner sein. Mit dem „Sindolf“ zeigen wir einmal mehr, dass hier Innovation, Qualität und Unternehmergeist gelebt werden."

Der Wirtschaftspreis wird im Rahmen des Sindelfinger Unternehmertreffs am 27. November bei der Firma Bitzer verliehen. Worauf dürfen sich die geladenen Gäste beim Unternehmertreff noch freuen?

Felix Rapp: "Der Unternehmertreff ist eine der wichtigsten Veranstaltungen des Jahres für die lokale Wirtschaft. Wir erwarten rund 200 Gäste aus der lokalen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Sie können sich auf interessante Gespräche, neue Kontakte und Networking-Möglichkeiten freuen. Den Abschluss des Events bildet die After-Show-Party, bei der man den Abend in entspannter Atmosphäre ausklingen lassen kann."

„Sindolf“ ist die aktuelle Initiative. Wo setzt die Wirtschaftsförderung sonst Schwerpunkte?

Felix Rapp: "Der Fokus liegt klar auf der Weiterentwicklung unseres Wirtschaftsstandorts. Dazu zählen die klassischen Kernaufgaben der Wirtschaftsförderung: verlässliche Rahmenbedingungen schaffen, Ansiedlungen begleiten, bestehende Betriebe unterstützen und als verbindende Schnittstelle zur Stadtverwaltung agieren. Ein weiterer zentraler Schwerpunkt ist der Fachkräftemangel, der viele Unternehmen zunehmend herausfordert. Mit einer umfassenden Initiative und starken Partnern werden wir Betriebe künftig noch gezielter beim Gewinnen und Binden von Fachkräften unterstützen. Darüber hinaus bleiben Aufgaben wie Gründerförderung, Innenstadtbelebung und die Positionierung Sindelfingens als attraktiver Freizeitort wichtig. All diese Aktivitäten zahlen auf das übergeordnete Ziel ein: den wirtschaftlichen Erfolg und die Zukunftsfähigkeit des Standorts Sindelfingen langfristig zu sichern."

Hier geht es zu den Nominierten: https://www.szbz.de/nachrichten/artikel/sindolf-2025-das-sind-die-nominierten