

Waldenbuch. Der Schokoladenhersteller Alfred Ritter GmbH & Co. KG verzeichnet für das vergangene Geschäftsjahr mit 712 Millionen Euro (konsolidiert, wechselkursbereinigt und vorläufig) zwar einen signifikant gestiegenen Umsatz, gleichzeitig bleibt das Betriebsergebnis aber deutlich unter den Erwartungen. Als Ursache nennt Ritter massive Kostensteigerungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, die durch das Umsatzwachstum nicht kompensiert werden konnten.
„In den letzten Jahren sind insbesondere die Preise für Kakao, Energie, Logistik und Verpackung deutlich gestiegen“, erklärt CEO Andreas Ronken. „Diese Kosteninflation wirkt sich zeitverzögert und mit voller Wucht auf das Ergebnis aus“. Ritter hat zwar seine Abgabepreise angepasst, konnte die gestiegenen Kosten jedoch nur teilweise an den Handel weitergeben. „Gerade der deutsche Schokoladenmarkt ist extrem preissensibel, was zu Absatzverlusten geführt hat“, so Ronken weiter. Das Umsatzwachstum sei daher kein Ausdruck steigender Profitabilität, sondern Ergebnis höherer Verkaufspreise bei gleichzeitig rückläufigen Mengen. „Umsatz ist nicht gleich Gewinn – entscheidend ist, ob ein Unternehmen seine Kosten nachhaltig decken kann“.
Ritter arbeitet deshalb konsequent daran, seine Kostenstrukturen zu vereinfachen, Komplexität zu reduzieren und Investitionen stärker zu priorisieren. Gleichzeitig bleibt das Unternehmen seinem Anspruch verpflichtet, Qualität, Nachhaltigkeit und langfristige Partnerschaften mit dem Handel sowie mit Lieferanten im Ursprung zu sichern beziehungsweise zu vertiefen.
Info: Das 1912 gegründete Familienunternehmen mit Hauptsitz in Waldenbuch, einem zweiten Produktionsstandort im österreichischen Breitenbrunn sowie Tochtergesellschaften in weiteren internationalen Märkten beschäftigt rund 1900 Mitarbeitende. Als erster großer Tafelschokoladenhersteller bezieht die Alfred Ritter GmbH & Co. KG für das gesamte Sortiment, das die Marken Ritter Sport und Amicelli umfasst, ausschließlich zertifizierten Kakao. Für sein Engagement im nachhaltigen Kakaoanbau wurde das Familienunternehmen 2024 mit dem SDG Innovation Award ausgezeichnet. Die bunten Ritter-Sport-Quadrate werden in über 100 Ländern weltweit verkauft.




