

Fußball. Was einst durch das Engagement des ehemaligen GWW-Personalmitarbeiters Dieter Decker entstand, ist heute ein überregional beachtetes Erfolgsmodell. Die Mannschaft „SV Deckenpfronn 3“, in der 20- bis 65‑jährige Spielerinnen und Spieler aus der GWW aktiv sind, ist inzwischen die erfolgreichste Mannschaft des gesamten Vereins.
Für diese langjährige Zusammenarbeit erhält der SV Deckenpfronn in diesem Jahr den Campus Mensch Preis, der anlässlich des 90‑jährigen Vereinsjubiläums verliehen wird. DFB-Vertreter und Geschäftsführer der Sepp-Herberger-Stiftung, Tobias Wrzesinski, betonte bei seinem Besuch die besondere Bedeutung inklusiver Fußballangebote – auch wenn das mediale Interesse derzeit noch hinter den Möglichkeiten zurückbleibt.
„In Deutschland werden jedes Wochenende rund 70 000 Spiele ausgetragen – doch in der Berichterstattung kommen inklusive Teams praktisch nicht vor“, so Wrzesinski. Um dem entgegenzuwirken, setzt der DFB verstärkt auf Fußball-Inklusionstage in Großstädten und auf eine klare Haltung: Handicap-Fußball ist kein soziales Zusatzformat, sondern ein vollwertiger Teil des Sports.
Ein zentrales Thema des Austauschs war die Sicherstellung von Fairness bei bundesweiten Turnieren. Der DFB arbeitet künftig mit systematischen Prüfungen an einer einheitlichen und transparenten Regelung, insbesondere bei Spielerinnen und Spielern mit vorheriger höherklassiger Erfahrung.
Vor dem Hintergrund der positiven Erfahrungen mit Fußballikone Inka Grings im vergangenen Jahr möchten DFB, BAG WfbM und GWW das Thema Frauenfußball weiter nach vorne bringen. Vorgesehen sind gemeinsame Events – unter anderem mit dem DFBMobil – um sichtbar zu machen, welches Potenzial in inklusiven Frauenfußballangeboten steckt.
Als besonderes Highlight wurde das GWW-Team zum Inklusionsturnier am 9. Mai beim DFB in Frankfurt eingeladen – inklusive exklusiver Führung. Zudem plant der DFB eine Reportage über die Kooperation zwischen GWW, SV Deckenpfronn und dem Maria-vonLinden-Gymnasium. Diese soll als Bewerbung für den Sepp-Herberger-Award 2027 dienen, der jährlich herausragende Inklusionsprojekte auszeichnet.


