Menü
Die Züge können neun Jahre fahren

Die Schönbuchbahn fährt ab September alle 15 Minuten

Die Prüfung rund um die Raddurchmesser ist nun abgeschlossen.

Von unserer Redaktion
Die Schönbuchbahn kann nun ohne Einschränkungen fahren.

Die Schönbuchbahn kann nun ohne Einschränkungen fahren.

Bild: Staber

Kreis Böblingen. In Zusammenhang mit dem Betrieb der Schönbuchbahn richteten sich die Augen zuletzt auf die Landeseisenbahnaufsicht, kurz: LEA. Denn wegen einer Auflage der LEA konnten nicht alle zwölf Fahrzeuge eingesetzt werden. Deshalb konnte der Betrieb auch nur im Halbstundentakt fahren. Jetzt sind alle Prüfungen abgeschlossen und die Einschränkungen im Betrieb können entfallen. Damit ist der Weg frei für den Viertelstundentakt ab September.

Landrat Bernhard freut sich über diese Entscheidung der LEA. „Wir sind glücklich darüber, dass die Eisenbahnaufsichtsbehörde den Antrag endgültig beschieden hat und wir ohne Auflagen fahren dürfen. So können wir ab September den Viertelstundentakt fahren, auf den die Fahrgäste schon so lange warten. Diese Taktverdichtung ist wichtig, um die Nachfrage auf der Schönbuchbahn zu bedienen. Wir erwarten ein Aufkommen von 14 000 Fahrgästen pro Tag, das ist für eine Nebenbahn sehr hoch und auf S-Bahn-Niveau.“

Alles drehte sich zuletzt um die Frage nach dem Raddurchmesser der neuen Fahrzeuge. Dieser beträgt 640 Millimeter und durfte, gemäß der Auflage nicht unter 633 Millimeter fallen. Angesichts dieser geringen „Verschleißtoleranz“ von nur 7 Millimeter musste alle 14 Tage gemessen werden. Damit waren nie alle Fahrzeuge im Einsatz, was für den Viertelstundentakt aber notwendig ist.
Mit der Genehmigung kommt nun die normale Vorgabe zum Einsatz, die eine Verschleißtoleranz von 60 Millimeter beinhaltet – das heißt von 640 Millimeter Raddurchmesser darf dieser bis auf 580 Millimeter fallen, bevor die Räder getauscht werden müssen.

Solch ein Austausch kostet viel Zeit. Hat man aber statt 7 Millimeter Toleranz dann 60 Millimeter, verlängern sich die zeitlichen Intervalle hierfür erheblich. „Im Normalbetrieb und mit der normalen Vorgabe gehen wir davon aus, dass die Fahrzeuge bis zu rund 630 000 Kilometer und damit neun Jahre fahren können, bis sie getauscht werden müssen“, erklärt Marcus Brüning, der Geschäftsführer von CAF Deutschland.