

Turnen. Mit einer eindrucksvollen Reaktion auf den missglückten Saisonauftakt hat die WTG Heckengäu II am zweiten Wettkampftag der Verbandsliga, am Samstag, ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Beim ersten Auswärtsauftritt der Saison feierten die Heckengäuer in der Ebnetsporthalle in Wangen im Allgäu einen klaren 58:17-Erfolg gegen die TG Wangen-Eisenharz II und schoben sich damit auf Tabellenplatz zwei vor.
Schon beim Einturnen war zu spüren, dass die Gastgeber an diesem Samstag einen schweren Stand haben würden. Die neu formierte Wangener Mannschaft, entstanden aus der Integration der ehemaligen Kreisligariege, fand nur schwer in den Wettkampf. Die WTG dagegen präsentierte sich von Beginn an konzentriert und entschlossen – genau die Antwort, die nach der deutlichen 22:50-Heimniederlage gegen den MTV Ludwigsburg II nötig war.
Den Grundstein legten die Gäste gleich am Boden. Mit sauber vorgetragenen Übungen und klaren Vorteilen in der Ausführung ließen die Heckengäuer nichts anbrennen. Besonders der 19-jährige Tim Berger setzte mit einer starken E-Note ein Ausrufezeichen und trug maßgeblich zum 11:0-Gerätesieg bei. Ein Auftakt nach Maß, der früh für Ruhe im WTG-Lager sorgte.
Am Pauschenpferd stemmten sich die Allgäuer zunächst gegen den drohenden Durchmarsch. Peter Knemeyer erkämpfte sich gegen Jakob Teiber ein wichtiges Unentschieden und hielt die Gastgeber damit in Schach. Dennoch ging auch dieses Gerät mit 7:4 an die Gäste, die ihre Führung weiter ausbauten.
An den Ringen unterstrich die WTG ihre mannschaftliche Geschlossenheit. Nick Ackermann und Julius Hottmann sammelten mit fünf beziehungsweise vier Scorepunkten zuverlässig Zähler, sodass der Gerätesieg mit 9:6 erneut an die Heckengäuer ging. Am Sprung wurde es anschließend ausgeglichener, doch Luis Weiß behielt im entscheidenden Duell die Nerven und sicherte seinem Team auch hier mit 6:4 die Punkte.
Spätestens am Barren war die Vorentscheidung gefallen. Yannick Kellenberger dominierte die Holmengasse, sammelte starke fünf Scorepunkte und führte die WTG zu einem deutlichen 14:3-Gerätesieg. Am Reck wiederholte sich schließlich das Bild vom Boden: Die Gäste turnten souverän durch, während bei den Gastgebern die Fehlerquote stieg. Das erneute 11:0 besiegelte den klaren Gesamtsieg.
„Wir haben heute sehr sauber geturnt und hatten nur einen Sturz am Pauschenpferd“, bilanzierte Nick Ackermann zufrieden, der an diesem Nachmittag zum Top-Scorer avancierte. Eine Aussage, die den Auftritt der WTG treffend zusammenfasst: konzentriert, stabil und mit der nötigen Konsequenz an den entscheidenden Stellen.
Nach dem bitteren Auftakt ist dieser Erfolg mehr als nur ein Pflichtsieg. Die WTG II meldet sich eindrucksvoll zurück und verschafft sich in der ausgeglichenen Verbandsliga eine hervorragende Ausgangsposition. Am 14. März wartet beim Heimwettkampf in der Renninger Stadionsporthalle mit dem Turnteam Ostalb I der nächste Prüfstein – ein Gegner, der zuletzt mit einem überraschenden Unentschieden gegen Ludwigsburg aufhorchen ließ. Die Heckengäuer dürften diesen Termin nun mit breiter Brust angehen.
Mit einem hauchdünnen, aber umso wertvolleren Erfolg hat die WTG Heckengäu IV ihren ersten Auswärtsauftritt der Saison am Sonntag gemeistert. In der Kuckuckshalle in Haiterbach setzten sich die jüngsten Ligaturner der Gemeinschaftsriege am zweiten Wettkampftag der Kreisliga mit 250,65:250,25 Punkten gegen den TSV Haiterbach durch und klettern damit auf Tabellenplatz zwei.
Die Ausgangslage war alles andere als klar. Nach der knappen Auftaktniederlage gegen die WKG Villingendorf-Rottweil II traf die WTG IV auf einen Gegner, der bislang noch keinen Saisonwettkampf bestritten hatte. Entsprechend vorsichtig gingen die Heckengäuer an die Aufgabe heran – fanden jedoch schnell in den Wettkampf.
Am Boden gelang der WTG ein souveräner Einstieg. Mit sauberen Übungen und stabilen Landungen erarbeiteten sich die Gäste einen Vorsprung von gut zwei Punkten (48,45:46,25). Für den Glanzpunkt sorgte Debütant Oliver Rupf, der mit 13,25 Punkten die beste Übung des Tages zeigte und eindrucksvoll unterstrich, welches Potenzial im Nachwuchs der WTG steckt.
Auch am Pauschenpferd präsentierte sich die junge Riege konzentriert. Mit 38,10:35,45 Punkten ging erneut das Gerät an die Heckengäuer. Lenn Rader setzte mit 10,70 Punkten ein Ausrufezeichen, während Haiterbachs Joshua Betz mit 10,85 Punkten die Tageshöchstwertung erzielte. Zur Mitte des Wettkampfs hatte sich die WTG IV damit einen passablen Vorsprung erarbeitet.
An den Ringen bestätigte sich der positive Eindruck. Fünf Wertungen über der Zehn-Punkte-Marke zeugten von der sauberen technischen Arbeit der Gäste. Erneut war es Lenn Rader, der mit 11,55 Punkten bester Punktelieferant der WTG war. Mit hauchdünnen 0,05 Zählern ging auch dieses Gerät an die Heckengäuer, die ihren Vorsprung weiter ausbauten.
Im weiteren Verlauf meldeten sich die Gastgeber zurück. Am Sprung nutzte der TSV Haiterbach seine Vorteile in der Ausführung der Überschläge und gewann erstmals ein Gerät. Der Vorsprung der WTG schmolz weiter, als Haiterbach am Barren mit starken Übungen überzeugte und den Rückstand vor dem letzten Gerät auf nur noch 0,9 Punkte verkürzte.
Die Entscheidung fiel schließlich am Reck. In einem echten Kopf-an-Kopf-Rennen präsentierten beide Teams ansehnliche Übungen. Zwar ging das Gerät an die Gastgeber, doch die Heckengäuer behielten die Nerven, zeigten die saubereren Ausführungen und die besseren Abgänge – und retteten ihren Vorsprung ins Ziel. 0,4 Punkte gaben am Ende den Ausschlag für den knappen Auswärtssieg.




