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E-Mobilität im Landkreis

Ein wachsendes Netz für die Region

Mehr als 30 Standorte des E-Carsharing-Anbieters deer GmbH aus Calw gibt es bereits im Landkreis.
Von Konrad Schneider
Ein zentraler Standort befindet sich an der Motorworld auf dem Flugfeld.

Ein zentraler Standort befindet sich an der Motorworld auf dem Flugfeld.

Bild: lightworkart/Manuel Kamuf

Kreis Böblingen. Elektromobilität wird zunehmend auch im ländlichen Raum alltagstauglich. Im Landkreis Böblingen wächst das Netz des E-Carsharing-Anbieters deer kontinuierlich. Mehr als 30 Standorte gibt es inzwischen im Kreis - unter anderem in Böblingen, Sindelfingen, Gärtringen, Holzgerlingen, Schönaich oder Herrenberg.

Bundesweit sichtbarer Mobilitätsanbieter

Hinter dem Angebot steht die deer GmbH aus Calw. Was 2019 als mutige Idee begann, hat sich zu einem bundesweit sichtbaren Mobilitätsanbieter entwickelt. In der aktuellen BCS-Carsharing-Statistik 2025 belegt das Unternehmen Platz 9 unter den größten Carsharing-Anbietern Deutschlands. Mit über 1000 vollelektrischen Fahrzeugen an mehr als 450 Standorten, über 31 000 Kundinnen und Kunden sowie 1356 Ladepunkten ist deer heute der größte E-Carsharing-Anbieter in Deutschland – und der einzige mit konsequent stationsflexiblem Modell.

„Unsere Vision ist es, die Lebenswelten der Menschen mobil zu vernetzen. Deshalb schaffen wir flexible und klimafreundliche Mobilitätsangebote im ländlichen Raum, die Menschen einfach, individuell und nachhaltig von A nach B bringen“, erklärt Selina Söhner, Bereichsleiterin der deer GmbH.

Standorte an zentralen Orten

Im Kreis Böblingen wächst das Angebot stetig. Pro Standort steht mindestens ein vollelektrisches Fahrzeug bereit. Jede installierte Ladesäule verfügt über zwei Ladepunkte und kann sowohl deer-Fahrzeuge als auch private Elektroautos versorgen.

Die Standorte befinden sich bewusst an zentralen Orten wie Bahnhöfen, Rathäusern oder Einkaufszentren - also dort, wo Menschen ohnehin unterwegs sind. Weitere Ladepunkte und Standorte im Landkreis sind bereits in Planung, Gespräche mit Kommunen und Unternehmen laufen. Die Nachfrage steigt kontinuierlich, sowohl bei Privatnutzern, als auch im gewerblichen Bereich. Für die Region bedeutet das: mehr Sichtbarkeit, mehr Angebot und ein wachsendes, flächendeckendes Mobilitätsnetz.

Für Bürgerinnen und Bürger bietet das Konzept eine flexible Ergänzung zum eigenen Auto. Fahrzeuge lassen sich spontan über die „deer sharing“-App buchen und per Smartphone öffnen. Eine Registrierung ist jederzeit möglich, eine 24-Stunden-Servicehotline unterstützt bei Bedarf.

„Gerade für Haushalte mit mehreren Fahrzeugen kann das Modell interessant sein. Studien zeigen, dass ein Carsharing-Fahrzeug mehrere private Pkw ersetzen kann und so Parkflächen sowie Emissionen reduziert. Und den Geldbeutel schont, indem keine Fixkosten für Versicherung, Wartung oder Stellplatz entstehen. Auch längere Fahrten sind möglich - etwa zu den Flughäfen Stuttgart, Frankfurt oder Karlsruhe/Baden-Baden“, teilt das Unternehmen mit.

Zentrale Anlaufpunkte

Ein zentraler Standort im Landkreis befindet sich an der Motorworld Region Stuttgart auf dem Flugfeld. Hier betreibt deer einen E-Carsharing-Standort mit öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur. Gleichzeitig dient der Standort als Informations- und Begegnungsraum für Veranstaltungen rund um nachhaltige Mobilität, Corporate Carsharing und Ladeinfrastruktur.

Elektromobilität endet nicht beim Fahrzeug. Die deer-Flotte lädt überwiegend mit zertifiziertem Ökostrom. Ein wachsender Anteil stammt aus regionaler Erzeugung innerhalb der ENCW-Gruppe sowie über die Marke schwarzwald energy.

Als Tochter der ENCW-Gruppe ist deer Teil eines umfassenden Energie- und Mobilitätskonzepts. Das regionale Energieunternehmen verbindet erneuerbare Stromerzeugung, intelligente Netzinfrastruktur, Ladeinfrastruktur und elektrische Mobilität zu einem integrierten System.

„Das sogenannte „Schwarzwald Valley“ steht dabei für eine Entwicklung, die zeigt, dass neue Mobilitätslösungen auch im ländlichen Raum erfolgreich umgesetzt werden könnten – mit konkreten Vorteilen für Kommunen, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Böblingen. Ein nächster Schritt dieses Ansatzes sind kommunale Energiegesellschaften, die gemeinsam mit Städten und Gemeinden aufgebaut werden. Sie ermöglichen es, erneuerbare Energie zunehmend vor Ort zu erzeugen und wirtschaftliche Erlöse stärker in der Region zu halten“, so die deer GmbH.

Info: Weitere Informationen gibt es hier: www.encw.de